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Neues Logistikzentrum für Salewa OberAlp

Salewa, iwl

Wer den Gipfel eines Berges besteigen will, hat viele unterschiedliche Aufgaben zu bewältigen. Genauso verhält es sich mit der Realisierung eines Logistikzentrums: Um seine Lagerkapazitäten zu bündeln und eine bessere Versorgung seiner Kunden zu ermöglichen, errichtete der Südtiroler Bergsportspezialist Salewa, der zur OberAlp Group gehört, in Bozen ein neues Headquarter mit integriertem Zentrallager.

Auf 11.000 Quadratmetern Grundfläche lagert der Bergsportausrüster rund 50.000 Artikel, wie beispielsweise Outdoorjacken, Wanderschuhe oder Ski. Dank des effizienten Lagerkonzeptes und der leistungsstarken Lagertechnik schlägt die Salewa-Oberalp-Gruppe heute in ihrem neuen Warehouse bis zu 30.000 Artikel pro Schicht um. Das entspricht einer Durchsatzsteigerung von rund 80 Prozent.

Die Oberalp Group mit Hauptsitz in Bozen, Südtirol, ist ein führendes Unternehmen der Sportartikelindustrie. Die Gruppe beschäftigt 550 Mitarbeiter und erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von 194 Millionen Euro. Mit den Eigenmarken SALEWA, DYNAFIT, POMOCA und Wild Country zählt das Unternehmen zu den bedeutendsten Herstellern im Bergsportbereich. Unter dem Dach der Oberalp Group, die 1981 als Importgesellschaft gegründet wurde, um internationale, hochwertige Sportbrands auf dem italienischen Markt zu etablieren, sind heute 14 Sportmarken vereint, die von den Brand Experts der Gruppe betreut werden. Aufgeteilt in die Segmente Active Sport, Emerging Sport und Swim werden diese Marken inzwischen zum Teil auch in Österreich (Briko, Speedo), Frankreich (Briko) und Deutschland (Speedo, Silva) vertrieben.

Salewa steht ursprünglich für SAttler und LEderWAren und wurde 1935 in München gegründet. Heute hat das managementgeführte Familienunternehmen seinen Hauptsitz in Bozen und beschäftigt weltweit 550 Mitarbeiter. Die alpine Kompetenz des Südtiroler Bergsportspezialisten basiert auf der langjährigen Erfahrung bei Expeditionen und in der Vertikalen. Seit Generationen arbeitet Salewa mit Athleten und Bergführern zusammen, um innovative, hochfunktionelle Qualitätsprodukte für passionierte Bergsportler zu entwickeln. Hauptgrund für den großen Erfolg der Marke ist die Positionierung als Multispezialist, der alle Bereiche von der Hardware über die Footwear bis zu Textilien abdeckt. Um den Anforderungen an eine schnelle, flexible und kosteneffiziente Belieferung von weltweit mehr als 10.000 Sportfachläden gerecht zu werden und die täglich wachsende Anzahl an E-Commerce-Kunden zeitnah zu versorgen, ist Salewa auf eine effiziente Logistik angewiesen.

Einen neuen Weg beschreiten
Bis vor vier Jahren unterhielt der Trendsportspezialist je einen Lagerstandort in München und Innsbruck sowie zwei Groß- und mehrere Satellitenlager in und um Bozen. Diese dezentralen Lagerstrukturen verursachten nicht nur hohe Betriebskosten. Durch das kontinuierliche Wachstum des Artikelspektrums hatten die Standorte auch ihre maximale Lagerkapazität erreicht. In dieser Situation ergaben sich für Salewa enorme logistische Einschränkungen: Der manuelle Materialfluss in den Lagern ließ sich nur schwer den gestiegenen Durchsatzanforderungen anpassen. Lange Wege und Bearbeitungszeiten waren die Folge. Durch die auf verschiedene Standorte verteilten Warengruppen mussten Lieferungen oft über mehrere Lager abgewickelt werden. Dies führte nicht nur zu zusätzlichen Kosten, sondern schränkte auch die Flexibilität des Handelsunternehmens ein. Der Anbieter für Bergsportprodukte entschied sich daher 2009 für die Revitalisierung seiner Logistikstrukturen und die Konsolidierung der Haupt- und Nebenlager an einem neuen Standort in Bozen. Neben der Unternehmensverwaltung sowie einem Innovations- und Technologiezentrum sollte hier auch die gesamte Logistik inklusive der weltweiten Distribution zentralisiert werden.

Salewa-Headquarter: Ein Standort macht von sich reden
„Eine Besonderheit des neuen Headquarters ist das innovative und multifunktionale Gebäudedesign. Dieses wurde passend zu unserem alpinen Business an die Optik eines Berges – mit integrierter Kletterwand – angelehnt“, erklärt Hubert Andres, Leiter der Logistik bei Salewa. Der Entwurf des neuen Firmensitzes stammt von den bekannten Mailänder Architektenbüros Cino Zucchi Architetti und Park Associati. Für die Verbindung von Nachhaltigkeit und Wohlbefinden in einem Gebäude erhielt Salewa im Jahr 2011 den Südtirol Award der Wirtschaft – einen der wichtigsten Preise des Landes. Ausgestattet mit Solarpaneelen, erfüllt das neue Headquarter wesentliche Anforderungen in Bezug auf Energieeffizienz. Als Folge der innovativen Lösung werden CO2-Emissionen reduziert und der Eigenenergiebedarf komplett gedeckt. „Neben der funktionalen Architektur ist das zentrale Highlight des Headquarters das integrierte Logistikzentrum. Es ist als Schnittstelle zwischen Mensch und Technologie das Herzstück unseres neuen Standortes“, so Andres weiter. Ursprünglich hatte ein externes Planungsbüro die gesamte interne Logistik konzipiert. Dieses erste Konzept war jedoch nicht optimal auf die unterschiedlichen logistischen Anforderungen des Bergsportexperten, wie beispielsweise das Saisongeschäft, abgestimmt. Salewa beauftragte daher die IWL AG mit der Prüfung des Konzeptes und der daraus resultierenden Optionen für das neue Logistikzentrum. „IWL verfügt über eine hohe fachliche Kompetenz und langjährige Erfahrung. Das hat uns die Gewissheit verschafft, dass die Logistikberatung mögliche Schwachstellen findet und uns eine effiziente Lösung bieten kann, und so war es auch“, berichtet Andres. „Es wurden einige Verbesserungen an dem bestehenden Konzept vorgenommen und Optimierungspotenziale erschlossen. Daher übertrugen wir IWL auch die Realisierung des Sechs-Millionen-Euro-Projektes.“

Quelle: IWL AG

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