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Alternative Konfliktlösungen in der Logistik

DSG

Konflikte zwischen Dienstleistern und Auftraggebern in der Logistik werden in Deutschland noch immer überwiegend vor Gericht entschieden. Dabei sind Gerichtsprozesse langwierig, teuer und teilweise unberechenbar. Außergerichtliche Konfliktlösungsverfahren können hier eine zeitoptimierte, kostengünstige und zuverlässige Alternative sein.

Ziel des Deutschen Schiedsgerichts Logistik e.V. (DSL) – welches in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert – ist es, außergerichtliche Konfliktlösungsverfahren in der Praxis noch mehr zu etablieren und bestehende Unsicherheiten weiter auszuräumen. „Logistikbeziehungen sind zu wichtig, um sie Gerichten zu überlassen“, so der Präsident des Schiedsgerichts Prof. Dr. Sebastian Kummer, Leiter des Instituts für Transportwirtschaft und Logistik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Möglichkeiten zur außergerichtlichen Konfliktlösung sind sehr vielfältig. So werden beim DSL neben dem Schiedsverfahren auch Mediationsverfahren sowie ein Sachverständigen- und Schiedsgutachtenservice angeboten.

Unternehmen, die das Schiedsgericht nutzen wollen, vereinbaren dies idealerweise zu Beginn der Zusammenarbeit im Rahmen ihrer Verträge. Teilweise einigen sich Unternehmen auch während der Vertragslaufzeit auf entsprechende Verfahren. Kommt es tatsächlich zum Konfliktfall, so bietet das DSL den Beteiligten viele Vorteile im Vergleich zur staatlichen Gerichtbarkeit.

Ein wesentlicher Vorteil des DSL ist die hohe Fachkompetenz, die durch auf die Logistik spezialisierten Schiedsrichter, Mediatoren und Schiedsgutachter sichergestellt wird. Außerdem sind die angebotenen Konfliktlösungsverfahren in der Regel kürzer und kostengünstiger als Gerichtsprozesse vor einem staatlichen Gericht. Ein weiterer Pluspunkt ist die räumliche Flexibilität, die beispielsweise Beweisaufnahmen, Verhandlungen und Zusammenkünfte erheblich vereinfacht.

Das DSL hat mit der jüngst erfolgten Verabschiedung einer neuen Mediationsordnung sowie der Berufung von logistisch spezialisierten Mediatoren und Schiedsgutachtern in diesem Jahr bereits mehrere erfolgreiche Maßnahmen getroffen. Konkret wurden in das Schiedsgericht mit Geschäftssitz in der Koblenzer Gimmler Unternehmensgruppe folgende Personen aufgenommen: Tobias Schauf (Schiedsgutachter für logistisches Engagement in der Mongolei), Prof. Dr.-Ing. Wolf-Michael Scheid (Schiedsgutachter für Logistik-IT und Intralogistik), Simone Rechel (Schiedsgutachterin für Service Level Agreements und KPI-Bewertung), Volker Klassen (Mediator) und Anke Welkoborsky (Mediatorin).

Quelle: Deutsches Schiedsgericht Logistik e.V.

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