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Warum das Prinzip Vernetzung immer wichtiger wird – Zukunftskongress Logistik – 32. Dortmunder Gespräche

Zukunftskongress Logistik 2014 Bildquelle: Fraunhofer IML

Die Logistik ist zu einem der wichtigsten Knotenpunkte im Netzwerk der globalen Wirtschaft geworden. Die Erwartungen an die Logistik sind daher entsprechend groß. Gleichzeitig bieten neue Geschäftsmodelle und innovative Informationstechnologien der Logistikbranche einzigartige Chancen. Um diese zu nutzen, ist vor allem eines wichtig: das Prinzip Vernetzung. Unter dem Motto »Industrie 4.0 – Prinzip Vernetzung« zeigte der »Zukunftskongress Logistik – 32. Dortmunder Gespräche« am 16. und 17. September 2014 das Potential auf, das sich der Logistik im Zuge der vierten industriellen Revolution bietet. Über 500 Teilnehmer und 13 Aussteller waren der Einladung nach Dortmund gefolgt und diskutierten über die Zukunftsthemen der Logistik– auch mithilfe interaktiver Neuerungen.

»Industrie 4.0 zählt zu den Wachstumsquellen von morgen. Kaum eine andere Branche hat das Prinzip Vernetzung bereits heute so verinnerlicht wie die Logistik. Die Forschung zur Industrie 4.0 läuft auf Hochtouren und für Logistikunternehmen wird es immer wichtiger, sich an Forschungsprojekten zu beteiligen, um intelligente Technologien zur Reife zu bringen«, begrüßte Dr. Christian Jacobi, Vorsitzender der Geschäftsführung der EffizienzCluster Management GmbH, die Kongressteilnehmer. „Denn Forschung und Innovationen sind der Schlüssel für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der Logistik in Deutschland.“

IT als zentraler Innovationstreiber

In den Vorträgen des »ZukunftsPlenum«, unter Federführung des EffizienzCluster LogistikRuhr, drehte sich am ersten Kongresstag daher alles um drei Zukunftstreiber »Globalisierung«, »Technologie« und »Mensch«. Dabei wurde nicht nur diskutiert, wie Vernetzung dieser Treiber zukünftig Innovationen in der Logistik beflügeln kann, sondern auch welchen Einfluss das Prinzip auf die Arbeitswelten hat und wie es Unternehmen sogar ermöglicht, Ressourcen zu sparen. Entscheidender Wettbewerbsfaktor dafür ist die Software, als Bindeglied zwischen Information und Produktion.

Mit »Industrie 4.0«, dem »Internet der Dinge« oder »Cloud Computing« stehen alle Basistechnologien bereit. Jetzt ist eine übergreifende, virtuelle Vernetzung von Menschen, Dingen und Diensten gefragt. Dies kann nur mithilfe innovativer Informationstechnologien gelingen. Doch dafür muss die Logistik endlich exakt die Software bekommen, die sie benötigt. »Statt mit den Systemen zu leben, die die Software-Industrie uns anbietet, muss die Logistik zu der führenden Instanz in der Software-Produktion werden. Dies kann nur durch einen radikalen Wandel in der Software-Entwicklung gelingen. Wir müssen in Deutschland künftig Software produzieren wie Autos – zielgerichtet, informationseffizient und ökonomisch«, forderte Prof. Dr. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer IML, in seiner Eröffnungsrede.

Gesagt, getan

Wie Logistikunternehmen und Forschung diesen Wandel in Zukunft vorantreiben, wurde am ersten Kongresstag bereits deutlich: Dr. Hansjörg Rodi, Vorstandsvorsitzender der Schenker Deutschland AG, gab die Gründung des »DB Schenker Enterprise Lab for Logistics and Digitization« bekannt. Damit ist Schenker Deutschland das dritte Unternehmen, das auf die Zusammenarbeit in einem Fraunhofer-Lab setzt. Künftig werden Mitarbeiter von Schenker gemeinsam mit Wissenschaftlern des Fraunhofer IML an innovativen Logistiklösungen und Prozessinnovationen rund um die Digitalisierung arbeiten.

Wie wichtig es ist, das Prinzip Vernetzung auch interdisziplinär weiterzudenken, zeigte neben einem Exkurs in die Bankenindustrie vor allem das im Rahmen der Abend-veranstaltung des Kongresses eröffnete »Fraunhofer-Innovationszentrum für Logistik und IT«- kurz FILIT. Um Prof. ten Hompels Forderung nach einer engeren Verzahnung von Logistik und IT direkt Taten folgen zu lassen, haben das Fraunhofer IML und das ebenfalls in Dortmund beheimatete Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik ISST dieseseinzigartiges Kooperationsprojekt ins Leben gerufen. Die beiden Institute bündeln ihre Kompetenz auf dem Gebiet der Informationstechnologien. Künftig arbeiten verschiedene Abteilungen beider Institute gemeinsam intensiv an Software-Lösungen, die optimal auf die Bedürfnisse der Logistik abgestimmt sind.

Interaktive Vernetzung mit den Teilnehmern

Das »Fraunhofer-Symposium Industrie 4.0«, unter Leitung des Fraunhofer IML, widmete sich am zweiten Kongresstag mit Vorträgen und Workshops dann innovativen Technologien und Management-Ansätzen, die eine übergreifende, digitale Vernetzung erst ermöglichen: Von IT-Innovationen rund um Big Data und Cloud-Lösungen, über Cyberphysische Systeme bis hin zu geeigneten Mensch-Maschine-Schnittstellen. Dabei standen unter anderem auch die Rolle intelligenter Transportlogistik als Stütze einer immer flexibleren Produktion sowie innovative Geschäftsmodelle und ein geeignetes Kennzahlenmanagement für die Industrie 4.0 im Fokus.

Vernetzt waren in diesem Jahr erstmals auch die Teilnehmer: Sie konnten jederzeit Fragen per SMS an die Tablets der Moderatoren senden und sich so noch aktiver an den Diskussionen beteiligen. Die gestellten Fragen flossen entweder sofort ins Gespräch ein oder wurden im Anschluss an die Vorträge zur Diskussion gestellt.

Weitere Informationen und Presseunterlagen unter www.zukunftskongress-logistik.de

Quelle: Fraunhofer IML

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