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Luftfrachtabfertigung: Prozesse müssen effizienter werden

Die Beteiligten der Lieferkette müssen an einem Strang ziehen, um die Prozesse bei Abfertigung und Datenaustausch von Luftfracht zu optimieren. Dies betonte Henning Dieter, Vorsitzender des Fachausschusses Luftfrachtspedition, vor mehr als hundert Teilnehmern der Luftfrachttagung des Deutschen Speditions- und Logistikverbands (DSLV) am 24. September 2014 in Frankfurt/Main.

Er nahm dabei auch den Flughafenbetreiber Fraport in die Pflicht: „Statt zu überlegen, wie man Kosten aus anderen Flughafenbereichen auf die Fracht umlegen kann, sollte Fraport die Regie ihrer CargoCity in die Hand nehmen“, so Dieter. „Dies würde entscheidend zur Stärkung des Luftfrachtstandorts Deutschland beitragen.“

Im Mittelpunkt der Tagung stand der gesamte Abfertigungsprozess einer Luftfrachtsendung. Thematischer Ausgangspunkt war der Vortrag von Ingo Ocklenburg, Bayer HealthCare AG, der die Erwartungen des Verladers an die Beteiligten der Luftfrachtkette formulierte. Für Pharmaproduzenten entscheidend ist die Temperaturbeständigkeit der gesamten Lieferkette, angefangen beim Vortransport vom Warenlager über den Umschlag im Flughafenlager bis hin zum Transport vom Empfangsflughafen zum Distributionslager.

Wie Transporteur, Spediteur, Airline und Abfertiger die Erwartungen des Versenders erfüllen können, stand im Mittelpunkt einer hochrangig besetzten Podiumsdiskussion, sachkundig moderiert von Dietmar Winkler, VerkehrsRundschau. „Der Spediteur ist die Dehnungsfuge zwischen Verlader und Carrier“, brachte Hendrik Khezri, Mitglied der Geschäftsleitung der a. hartrodt (GmbH & Co) KG, in seiner Kernthese die Rolle des Luftfrachtspediteurs auf den Punkt. Dabei wünschte er sich grundsätzlich mehr Unterstützung seitens der verladenden Wirtschaft, um Verbesserungen der Prozesse bei Abfertigung und Datenaustausch durchsetzen zu können.

Bereits im Eingangsvortrag analysierte Claus Korschinsky, der als freier Logistics Consultant tätig ist, die nationale und internationale Wettbewerbs- und Strukturentwicklung der Logistik-/Luftfrachtbranche. Das intelligente Management von Informations- und Datenströmen ist aus Sicht von Korschinsky ein wichtiger Faktor, um sich im steigenden Wettbewerbsumfeld zu behaupten.

Über den Tellerrand der Luftfracht hinaus blickte Prof. Dr. Jutta Rump in einem lebendigen und aufschlussreichen Vortrag über den Faktor Demografie und die damit verbundenen Herausforderungen für Arbeitgeber und Anforderungen an Arbeitnehmer. Bei der Mitarbeitergewinnung müsse der Arbeitgeber nicht nur seine Produkte, sondern sich selbst als „Marke“ gut vermarkten und diese konsequent für die Rekrutierung der knapper werdenden Fachkräfte nutzen.

Quelle: DSLV

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