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UPS-Studie: Höchste Zeit nicht ausgeschöpfte Möglichkeiten im Gesundheitswesen zu nutzen

Ein Umfeld steigender Risiken, komplizierter Regulierungen und fortwährenden Kostendrucks hindert Führungskräfte im Gesundheitswesen daran, ungenutzte Marktchancen schnell wahrzunehmen, so das Ergebnis der siebten jährlichen „Pain in the (Supply) Chain“ Studie von UPS. Weltweit planen Führungskräfte im Gesundheitswesen strategische Partnerschaften und Technologieinvestitionen, um Risiken zu vermindern und von Wachstumschancen zu profitieren. Strengere Vorschriften und wachsende Herausforderungen im Produktschutz sind die wesentlichen Faktoren, die zu Unsicherheiten in der Lieferkette im Gesundheitswesen führen.

Im dritten Jahr in Folge geben 60 Prozent der Befragten die Einhaltung gesetzlicher Auflagen als größte Herausforderung in der Lieferkette an. Darüber hinaus nennen 78 Prozent die Einhaltung gesetzlicher Auflagen und strengere Vorschriften als Hauptantreiber für die Geschäfts- und Lieferkettenänderungen. Der Produktschutz wird ebenfalls immer schwieriger in einem stark global ausgerichteten Markt. So bezeichnen 46 Prozent die Produktsicherheit als größte Herausforderung, während 40 Prozent Produktschäden oder den Ablauf der Haltbarkeit als Hauptsorge nennen.

Ökonomische Faktoren spielen ebenfalls eine Rolle. 49 Prozent der Befragten spüren die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auch noch sechs Jahre später. Die Mehrheit der Befragten, die dies angeben, befindet sich in den USA, wo 60 Prozent der Logistik-Entscheider im Gesundheitswesen wirtschaftliche Bedenken haben. In diesem globalen Wirtschaftsumfeld bleibt das Kostenmanagement oberste Priorität. 44 Prozent erklären dies zum wichtigsten Anliegen innerhalb der Lieferkette.

Trotz des Agierens in einem mit Risiken behafteten Umfeld, bezeichnen nur 26 Prozent der Führungskräfte im Gesundheitswesen die Notfallplanung als oberstes Anliegen. Unterdessen sagen 34 Prozent der Befragten in Asien und 22 Prozent in Lateinamerika, dass mehr als ein Viertel der Lieferketten ihrer Unternehmen durch ungeplante Ereignisse in den letzten drei bis fünf Jahren beeinflusst wurde. Als besondere Herausforderungen für die Geschäftskontinuität gelten unwahrscheinliche oder seltene Ereignisse (61 Prozent), eine in der Anwendung zu kostenintensive Back-up Infrastruktur (46 Prozent)und eine geringe bis nicht vorhandene Priorisierung in diesem Bereich (42 Prozent) gegenüber anderen dringenden Themen.

„Von neuen Wachstumschancen im Healthcare-Markt von morgen werden eher solche Unternehmen profitieren, die neue Technologien und transformative Lieferketten-Strategien zur Risikominimierung nutzen.“, sagte John Menna, UPS-Vizepräsident, Global Healthcare Strategy.

Erfolgreiche Strategien zur Risikominimierung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
Die Mehrheit der Unternehmen, die erfolgreich bei der Risikominimierung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sind, machen sich Partnerschaften zusammen mit fortlaufenden Technologieinvestitionen zu Nutze. Von den weltweit befragten Logistik-Entscheidern:
• nennen 78 Prozent Logistik- und Distributionspartnerschaften als Hauptstrategie, um die Supply Chain-Kosten zu handhaben.
• nutzen 65 Prozent Logistik- und Distributionspartnerschaften, um globale Märkte erfolgreich zu erschließen.
• nutzen 61 Prozent Kooperationen, einschließlich bestehender Logistik- und Distributionspartnerschaften, um erfolgreich neue Vertriebs- und Vermarktungs-Kanäle zu erschließen, während 23 Prozent Fusionen und Akquisitionen dazu einsetzen.
• arbeiten 59 Prozent mit externen Logistikanbietern als Top-Strategie, um die Effizienz zu steigern und die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Investitionen in neue Technologien sind in diesem Jahr erneut eine wichtige Strategie zur Steigerung von Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit für die nächsten fünf Jahre. Weltweit sagen 80 Prozent der Befragten, dass sie in den nächsten drei bis fünf Jahren in neue Technologien investieren werden.

Ungenutzte Möglichkeiten in der medizinischen Versorgungskette
Trotz der Fortschritte bei der Bewältigung von industriellen Herausforderungen bleiben Möglichkeiten ungenutzt. Zu diesen Bereichen gehört die Nutzung von neuen Vertriebswegen und Modellen, um die sich ändernden Kundenanforderungen, wie wachsender E-Commerce, Urbanisierung und häusliche Pflege, zu erfüllen. In den letzten zwei Jahren haben mehr als 70 Prozent der Befragten angegeben, dass sie die verstärkte Nutzung neuer Vertriebswege planen, doch im gleichen Zeitraum sind die Vertriebskanäle nahezu identisch geblieben. Dies zeigt, dass die Absicht, nicht ausgeschöpfte Chancen zu nutzen, vorhanden ist, sich die tatsächliche Umsetzung jedoch hinauszögert. Laut 68 Prozent ist einer der Gründe für die langsame Veränderung, dass sie noch am Aufbau direkter Vertriebswege arbeiten.

Mit dem Anstieg der häuslichen Pflege werden immense Wachstumsraten in den nächsten zehn Jahren erwartet. Weltweit nennen 21 Prozent der Befragten die Umstellung zur häuslichen Pflege als wichtigen Trend für das Geschäftswachstum und die Änderungen innerhalb der Lieferkette. Die Befragte geben an, dass 30 Prozent der Produkte den Bereich der häuslichen Pflege in den nächsten sieben bis zehn Jahren unterstützen werden.

Ein weiterer Bereich mit ungenutztem Potenzial sind Kooperationspartnerschaften. Im Jahr 2011 gaben 62 Prozent der befragten Entscheidungsträger an, dass die Zusammenarbeit mit externen Logistikanbietern für sie eine wichtige Strategie für die nächsten Jahre ist und 60 Prozent bezeichneten dies als eine erfolgreiche Strategie der letzten 18 Monate. Nach diesjährigen Erkenntnissen sagen 59 Prozent, dass sie in den vergangenen 18 Monaten und auch in den nächsten Jahren diese Strategie verfolgen werden und zeigen damit, dass die Gesundheitsindustrie die Bedeutung der Umsetzung dieser Strategien zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit erkannt hat, während die Unternehmen nur langsam dementsprechend handeln.

Globale Marktexpansion ist ein weiterer Bereich, in den Healthcare-Unternehmen stark investieren, und der weiterhin neue Möglichkeiten bietet. In den vergangenen 18 Monaten haben 65 Prozent neue globale Märkte zur Erweiterung ihres Kundenstammes und der damit verbundenen Steigerung des Umsatzwachstums erschlossen. Voraussichtlich werden 78 Prozent in den nächsten drei bis fünf Jahren in neue Märkte expandieren. Diese Antworten entsprechen in etwa den Umfragedaten von 2011, als 81 Prozent der Führungskräfte berichteten, dass sie planen, in den nächsten Jahren in neue Märkte zu expandieren.

„Der Lieferkette im Gesundheitswesen stehen weitere Änderungen bevor“, sagte Dirk Van Peteghem, UPS-Vizepräsident, Healthcare Logistics. „Bei UPS arbeiten wir daran, den sich entwickelnden Trends der Branche voraus zu sein und entwerfen innovative Lösungen für unsere Kunden, die auf unserer umfassenden Expertise, der Infrastruktur und der branchenführenden Technologie basieren. Unsere einzigartig ausgerichteten Lösungen bieten Unternehmen ein neues Maß an Flexibilität, um ihre Unternehmensziele zu verfolgen und dabei gleichzeitig die Einhaltung gesetzlicher Auflagen zu ermöglichen und den Produktschutz und Kundenservice zu priorisieren.“

(Quelle: UPS)

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