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Exporte nehmen im ersten Halbjahr deutlich zu

Trotz der Ukraine-Krise und der Sanktionen gegen Russland haben die deutschen Exporte im ersten Halbjahr 2014 um 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zugelegt. Insgesamt hat die deutsche Wirtschaft Waren mit einem Gesamtwert von 558 Milliarden Euro und einem Gesamtgewicht von 195 Millionen Tonnen ausgeführt.

„Im ersten Halbjahr hatte die Krise in der Ukraine kaum Auswirkungen auf das Exportgeschäft“, fasst Christian Kille, Professor für Handelslogistik an der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, die Ergebnisse zusammen. Einige Branchen, wie die Nahrungs- oder Maschinenbauindustrie, mussten allerdings teils zweistellige Rückgänge hinnehmen. „Sollten die gegenseitigen Sanktionen bestehen bleiben, müssen diese Branchen auch bis Jahresende mit einem zurückgehenden Russlandgeschäft rechnen“, so Kille.

EU bleibt wichtigster Abnehmer
Dass sich der Ukraine-Konflikt nicht stärker auf die Exportstatistik auswirkt, liegt auch daran, dass nur drei Prozent des Gesamtwertes und ein Prozent des Gesamtgewichts nach Russland transportiert werden. Dies zeigt der aktuelle Export-Seismograf Deutschland (ESD), den AD HOC PR in Kooperation mit dem Institut für angewandte Logistik der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services herausgibt. Demnach gehen 59 Prozent des Gesamtgewichts und über zwei Drittel des Gesamtwertes der deutschen Exporte in die EU-Mitgliedsstaaten. Wichtigster Abnehmer deutscher Produkte außerhalb Europas ist nach wie vor China.

Straßen und Schienen tragen die Hauptlast
Über 100 Millionen Tonnen wurden im ersten Halbjahr in Lkw und Zügen transportiert. „Mehr als die Hälfte der Exporte nehmen den Weg über Straße und Schiene – ein guter Zustand dieser Verkehrswege ist also entscheidend für den deutschen Außenhandel“, betont Kille. Innerhalb der Bundesländer gibt es im Vergleich zum ersten Halbjahr 2013 nur geringe Veränderungen: Niedersachsen legte um vier Prozent zu, Hamburg verzeichnete mit einem Anstieg um 13 Prozent die höchsten Zuwächse.

(Quelle: AD HOC)

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