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Hilfsflug für Flüchtlinge in größter Not

Luftfracht

Noch vor Weihnachten wird die Hilfsorganisation Luftfahrt ohne Grenzen / Wings of Help (LOG) einen weiteren Hilfsflug für Flüchtlinge im Nordirak und Syrien durchführen. Dort spielt sich nach Aussage der Vereinten Nationen zurzeit um die größte humanitäre Katastrophe ab, die die UN jemals zu bewältigen hatten.

Erst vor wenigen Wochen konnte sich LOG ein eigenes Bild von der schrecklichen Lage dieser Menschen machen. In einer Stadt wie Dohuk im Nordirak kommen inzwischen zu den 500.000 Einwohnern rund eine Million Flüchtlinge, die in Abbruchhäusern, Ruinen, leeren Garagen oder einfach im Freien leben müssen. Eine ähnliche Situation zeigt sich in den Orten Zakho und Erbil.

Der Oberbürgermeister von Erbil, Nihad Latif Qoja, fasst gegenüber LOG seine Befürchtungen für diesen Winter in folgende Worte zusammen: „Wenn nicht bald hier Hilfe geleistet wird, werden Tausende, insbesondere Kinder, den Winter nicht überleben. Besonders dramatisch ist dabei, dass in den letzten paar Wochen über 4.000 Neugeborene hinzugekommen sind.“

Der Präsident von Luftfahrt ohne Grenzen, Frank Franke, sagte dazu: „Wir appellieren an alle Mitmenschen, nicht zuzulassen, dass viele Flüchtlinge während der kommenden Kältemonate sterben werden. Ihre Situation verlangt eine sofortige, unbürokratische Hilfe.“

An Bord der Frachtmaschine sind 200 Europaletten mit winterfesten Familienzelten, warmer Winterkleidung, Decken, Nahrungsmitteln und vielem mehr.

Großes Augenmerk hat LOG auf die Beschaffung UNHCR-zertifizierter, winterfester Familienzelte gelegt. Um möglichst viele Zelte an Bord zu haben, bittet die Organisation um weitere Spenden für den Hilfsflug. Das Auswärtige Amt in Berlin, Abteilung Humanitäre Hilfe, hat ebenfalls Unterstützung zugesagt.

(Quelle: Luftfahrt ohne Grenzen e.V.)

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