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DB klagt gegen Fluggesellschaften im Luftfrachtkartell

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Die Deutsche Bahn hat vor dem Landgericht Köln Schadensersatzansprüche in Höhe von rund 1,2 Milliarden Euro gegen Air Canada, British Airways, Cargolux, Cathay Pacific, Deutsche Lufthansa, Japan Airlines, LAN, Quantas, SAS und Singapore Airlines geltend gemacht.

Hinzu kommen bereits aufgelaufene Zinsen in Höhe von ca. 560 Millionen Euro. Damit klagt die Deutsche Bahn auf Schadensersatz wegen des 2006 aufgedeckten weltweiten Luftfrachtkartells. Die Fluggesellschaften waren bisher nicht zu konkreten Gesprächen über Schadensausgleich bereit.

Die Europäische Kommission hatte im November 2010 gegen zahlreiche Fluggesellschaften wegen der Beteiligung am Luftfrachtkartell Geldbußen in Höhe von insgesamt ca. 800 Millionen Euro verhängt. Nach der Entscheidung der Kommission haben die Luftfrachtunternehmen ihr Vorgehen bei Treibstoff- und Sicherheitszuschlägen in dem Zeitraum von 1999 bis 2006 abgesprochen. Zu Verurteilungen und Geldbußen in Höhe von insgesamt ca. 1,5 Milliarden Euro ist es außerdem in den USA, Australien, Brasilien, Kanada, Neuseeland, Südafrika und Südkorea gekommen. Zuletzt hat im Januar 2014 die Schweizerische Kartellbehörde Geldbußen verhängt. In den USA wurden Verantwortliche sogar zu Freiheitsstrafen ohne Bewährung verurteilt. Von dem Kartell war auch die Bahn-Tochter DB Schenker als weltweit zweitgrößter Luftfrachtspediteur betroffen.

Neben der Klage in Deutschland geht die Deutsche Bahn auch in den USA gerichtlich gegen verschiedene Fluggesellschaften: Air France, All Nippon Airways, Cargolux, KLM, Martin Air, Quantas und SAS vor. Die Ansprüche der Deutschen Bahn belaufen sich weltweit auf rund 2,1 Milliarden Euro.

Quelle: DB

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