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Luftfracht-Joint Venture zwischen ANA und Lufthansa Cargo gestartet

All Nippon Airways (ANA) und Lufthansa Cargo AG haben ihr Joint Venture auf Strecken von Japan nach Europa erfolgreich gestartet. Am 1. Dezember haben beide Fluggesellschaften planmäßig mit dem gemeinsamen Verkauf von Sendungen auf Flügen zwischen Japan und Europa begonnen.

Schon am 2. Dezember wurde die erste Sendung von ANA mit Flugnummer NH 277 von Tokio nach London transportiert. Zuvor hatte sie die Spedition Schenker-Seino Co. Ltd über Lufthansa Cargo gebucht. Die Sendung bestand aus drei Einzelstücken und wog 153 Kilogramm. Dank der direkten Flugverbindung von ANA zwischen den beiden Metropolen konnte der Kunde seine Sendung rund 16 Stunden früher am Zielort in Empfang nehmen als über die Umsteige-verbindung via Frankfurt.

Am selben Tag transportierte erstmals eine Frachtmaschine von Lufthansa Cargo mit Flugnummer LH 8385 eine über ANA gebuchte Sendung. Die Palette war 1,8 Tonnen schwer. Dank des Zugriffs auf Kapazitäten an Bord von Frachtern der Lufthansa Cargo können Kunden von ANA jetzt auch großvolumige Fracht sowie Sendungen, die ausschließlich auf Frachtern befördert werden dürfen, direkt von Tokio nach Frankfurt versenden.

Das Joint Venture bietet Kunden ein umfangreicheres und dichteres Netzwerk mit mehr Direktflügen, Flugzielen und Frequenzen. Durch die Zusammenlegung der Frachtabfertigung beider Frachtfluggesellschaften an zentralen Stationen wie den Flughäfen Tokio/Narita und Nagoya in Japan sowie Düsseldorf und Frankfurt in Deutschland, profitieren die Kunden vor Ort von kürzeren Wegen.

Akira Okada, CEO von ANA Cargo, sagte: „Ich freue mich sehr über das erste Joint Venture dieser Art in der Luftfrachtindustrie. Diese Partnerschaft wird dank der größeren Streckenauswahl und des vielseitigeren Dienstleistungsangebots das Serviceangebot für unsere gemeinsamen Kunden erweitern.“

Zudem werden die Kunden von zusätzlichen Vorteilen profitieren wie verbesserter Qualität und größerer Flexibilität. Hinzu kommt die Zeitersparnis, da die Kunden bei der Anlieferung ihrer Sendungen nur noch eine Frachtabfertigung anfahren müssen. „Dank des Joint Ventures
werden beide Fluggesellschaften ihre Position im globalen Wettbewerb stärken und die Auslastung ihrer Frachtkapazitäten weiter optimieren können“, unterstrich Okada.

Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender von Lufthansa Cargo, sagte: „Diese Partnerschaft ist ein großes Plus für unsere Kunden. Sie werden von einem attraktiveren Netzwerk profitieren. Wir freuen uns schon darauf, unsere Zusammenarbeit mit ANA zu vertiefen. Zweifellos handelt es sich um einen weiteren Meilenstein in der Zusammenführung der Wirtschaftsräume in Japan und Europa.“

ANA hatte nach Einreichung eines entsprechenden Antrags im Frühling 2014 Anfang September vom japanischen Ministerium für Landesinfrastruktur und Transportwesen die kartellrechtliche Freigabe für das Joint Venture erhalten. Darüber hinaus wurde die Zusammenarbeit von externen Rechtsprüfern hinsichtlich der Einhaltung der relevanten EU Anti-Trust-Richtlinien mit positivem Ergebnis bewertet.

(Quelle: Lufthansa Cargo)

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