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Bayerische Spediteure und Verdi erzielen Tarifabschluss

Dachser Foto: Dachser

Zwischen dem Landesverband Bayerischer Spediteure (LBS) und der Gewerkschaft Verdi konnte in der 3. Tarifverhandlungsrunde am 08.12.2014 ein Abschluss für die Speditions-, Transport- und Logistikbranche in Bayern erzielt werden. Das teilt der LBS heute in einer Pressemeldung mit.

Demnach erhalten mit Wirkung zum 01.01.2015 sowie 01.01.2016 die gewerblichen Arbeitnehmer und Angestellten eine prozentuale Erhöhung auf den Tariflohn. Diese beträgt ab dem 01.01.2015 2,8 Prozent und ab dem 01.01.2016 2,4 Prozent. Der Landesverband Bayerischer Transport- und Logistikunternehmen (LBT) e.V. dagegen ist in der Tarifrunde 2014 aus der arbeitgeberseitigen Tarifgemeinschaft auf eigenen Wunsch ausgeschieden. „Wir bedauern das Ausscheiden des LBT e.V., respektieren aber selbstverständlich diese Entscheidung“, so Edina Brenner, LBS-Geschäftsführerin. Der nunmehrige Tarifabschluss erfolgte ausschließlich zwischen dem Landesverband Bayerischer Spediteure und Verdi.
Wie die Deutsche Verkehrszeitung (DVZ) unter Berufung auf Verdi-Verhandlungsführer Anton Hirtreiter mitteilt, forderte der LBT im Gegenzug für eine allgemeine Lohnerhöhung eine deutliche Kürzung bei Warte- und Bereitschaftszeiten. „Das hätte für die Kraftfahrer und Kraftfahrerinnen massive Lohneinbußen zur Folge gehabt – das war mit Verdi nicht zu machen“, sagte Hirtreiter gegenüber der DVZ. Dennoch seien keine weiteren Streiks in Bayern zu erwarten. „Mitgliedsfirmen des LBT befinden sich nun in der sogenannten Nachwirkung. Das heißt die tarifvertraglichen Regelungen sind auf den derzeitigen Stand eingefroren, bis eine neue Regelung mit dem LBT zustande kommt“, so Hirtreiter. Derzeit sei eine Einigung mit dem Transporteursverband jedoch „sehr unwahrscheinlich“.

Quelle: Landesverband Bayerischer Spediteure/DVZ

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