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Aircargo Club diskutiert Lösung bei Betriebszeitbeschränkungen am Standort Frankfurt

Aircargoclub Deutschland

Die Luftfracht ist eine wesentliche Säule der deutschen Exportkraft: Statt einer starren Auslegung oder Ausweitung von Nachtflugverboten soll es daher intelligente Lösungen für die sogenannten Randzeiten geben. Das wurde auf mehreren Veranstaltungen des Aircargo Club Deutschlands (ACD) mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft deutlich, zu denen traditionsgemäß im Dezember auch die Lufthansa Cargo mit dem Vorstandsvorsitzenden Peter Gerber geladen war.

ACD-Präsident Winfried Hartmann wies darauf hin, dass in Frankfurt am Main – Deutschlands größtem Frachtflughafen – rund die Hälfte der gesamten deutschen Luftfracht umgeschlagen wird. „Die Branche steht vor der Herausforderung, die Lärmbeeinträchtigung mit intelligenten Lösungen in den Randzeiten zu vermindern.“ Damit können die Wirtschaft gestärkt und mögliche Beeinträchtigungen durch die Luftfracht für Anwohner verträglicher gestaltet werden, hob Hartmann hervor.

Zuvor hatte der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Tarek Al-Wazir Befürchtungen der Branche zurückgewiesen, dass die ab Frühjahr 2015 in Frankfurt geplanten siebenstündigen „Lärmpausen“ zu weiteren Kapazitätseinschränkungen führen könnten. Der Politiker betonte bei
seinem Besuch des ACD im November, vorrangiges Ziel der Landesregierung sei es, die Belastungen weitest möglich zu verringern, ohne die Wettbewerbsfähigkeit des Flughafens einzuschränken. Zudem solle die Erhöhung der lärmabhängigen Start- und Landeentgelte am Frankfurter Flughafen im kommenden Jahr die Umrüstung auf lärmärmere Flugzeuge fördern.

Lufthansa Cargo erwartet im Februar 2015 die fünfte fabrikneue Boeing 777F. Die modernen Frachter seien wesentlicher leiser sowie treibstoffeffizienter als andere Flugzeuge ihrer Klasse und entlasteten die Anwohner spürbar, betonte Peter Gerber, Vorstandsvorsitzender der Frachtairline. „Gleichzeitig investieren wir in digitale Prozesse, eine leistungsfähige IT und in ein modernes Logistikzentrum am Standort Frankfurt. Wir bekennen uns zum Standort Frankfurt und investieren damit auch in die Region, in sichere Arbeitsplätze und in Logistiklösungen, die für die Exportwirtschaft in Deutschland von höchster Bedeutung sind.“

Doch hierfür brauche die Luftfahrtbranche Rahmenbedingungen, die solche langfristigen Investitionen möglich machten. „Planungssicherheit und Verlässlichkeit sind dafür entscheidend“, fügte Gerber hinzu.

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