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Club of Logistics sieht die Logistikindustrie im Aufwind

Der Club of Logistics e.V. (Dortmund) blickt optimistisch in das Jahr 2015. „Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich zum Jahresende weiter aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich im Dezember zum zweiten Mal in Folge und stieg von 104,7 Punkten im Vormonat auf 105,5 Punkte“, begründet Peter H. Voß, Geschäftsführer des Clubs, den Optimismus.

Ein Grund für diese positive Einschätzung sei das Niveau der Energiepreise. Peter H. Voß: „Der anhaltend tiefe Ölpreis ist ein echter Wachstumstreiber. Er wird auch der Logistikindustrie helfen, Kosten und Erlöse in ein vernünftiges Verhältnis zu rücken.“ Der niedrige Eurokurs habe darüber hinaus die Wettbewerbsfähigkeit der Exportwirtschaft verbessert. „Davon wird auch die Logistikindustrie profitieren“, glaubt Voß.

Noch im November war die Stimmung alles andere als optimistisch. „Der Mindestlohn sowie schlechte Konjunkturdaten aus dem Rest der Welt gaben Anlass zu verfrüht pessimistischen Prognosen“, erinnert sich Peter H. Voß. Das deutsche Wirtschaftswachstum war von nahezu allen Volkswirten und Konjunkturexperten auf  1,5 Prozent herabgestuft worden. „Dabei wurde übersehen, dass auch ein Wachstum von 1,5 Prozent immerhin Wachstum und keine Rezession ist“, erklärt der Club-Geschäftsführer. Zwar seien nach wie vor Risiken für die Export- und Logistikwirtschaft durch die Ukraine-/Russlandkrise vorhanden. „Es zeichnet sich aber ab, dass trotz weiterer Sanktionsverschärfungen die Talsohle in Russland erreicht ist“, glaubt Voß. Auch ein baldiges, zumindest vorsichtiges Einlenken Russlands hält der Club-Geschäftsführer für möglich.

Die Industrieproduktion soll aktuellen Prognosen zufolge im Verlauf des Jahres 2015 moderat nach oben tendieren. „Wichtige Impulse gehen nach wie vor von den Immobilieninvestitionen und dem privaten Konsum aus“, betont Voß. Auch die globale Konjunkturlandschaft biete Anlass zu Optimismus. „Die asiatischen Volkswirtschaften erreichen nach wie vor hohe Wachstumsraten, auch wenn diese nicht mehr die Dynamik der Vorkrisenjahre erreichen. In den USA wächst die Wirtschaft aufgrund einer intakten Binnennachfrage und des robusten Arbeitsmarkts ebenfalls kräftig.“.

Selbst den Euroraum sieht der Club of Logistics positiver als das Gros der Konjunkturexperten. „Die hohe Arbeitslosigkeit in vielen EU-Staaten sieht zunächst einmal nach großen Problemen aus“, räumt Peter H. Voß ein. Auch die Vielzahl unkonsolidierter Haushalte bereite nach wie Sorgen. „Aber der Euroraum wird moderat wachsen, nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass die Konjunktur in Deutschland anziehen und den Rest der EU unterstützen wird.

All das wird der deutschen Logistikindustrie helfen, gute Ergebnisse erwirtschaften zu können“, betont Peter H. Voß.

(Quelle: Club of Logistics)

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