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Binnengüterschifffahrt vor Schienengüterverkehr

Schiff

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) hat im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums den Modal Split im Rheinkorridor unter besonderer Berücksichtigung der Binnenschifffahrt analysiert. Die aktuelle „Marktbeobachtung Güterverkehr“ des BAG zeigt, dass der Binnengüterschifffahrt im Rheinkorridor eine größere Bedeutung zukommt als dem Schienengüterverkehr.

Zurückzuführen ist das hohe Beförderungsaufkommen auf dem Rhein hauptsächlich auf den Seehafenhinterlandverkehr. Der Großteil der beförderten Mengen wurde in den vergangenen Jahren auf diesen Strecken mit dem Binnenschiff transportiert.

Hauptsächlich verantwortlich ist der Seehafenhinterlandverkehr von den niederländischen Häfen Rotterdam und Amsterdam in den Raum Duisburg. Auch in umgekehrter Richtung aus dem Raum Düsseldorf in die Niederlande war ein großes Transportaufkommen zu verzeichnen. Für fast alle deutschen NUTS 2-Regionen (Die Klassifikation der Gebietseinheiten) waren die Niederlande hinsichtlich des Beförderungsaufkommens sowohl die bedeutendste Empfangs- als auch Versandregion.

In dem nun vorliegenden Bericht wird auch beschrieben, dass die Binnenschifffahrt in neun von zehn Güterabteilungen die überwiegende Gütermenge transportiert. Dies gilt besonders für die aufkommensstarken Gütergruppen. Im zukunftsträchtigen Containerverkehr liegt die Binnenschifffahrt laut der Marktbeobachtung Güterverkehr knapp vor der Bahn.

Für BÖB-Präsident Rainer Schäfer zeigt die neue Auswertung, dass eine leistungsfähige Wasserstraße Bedingung für alternative Logistikketten ist: „Die Daten des BAG belegen eindrucksvoll, welche Bedeutung die europäische Binnenwasserstraße „Rhein“ für uns und unsere Nachbarn hat. Zum System Wasserstraße gehören aber auch die Nebenflüsse, Kanäle und Häfen mit ihren trimodalen Anbindungen. Hier sehen wir noch Handlungsbedarf, damit wir im gesamten System die 50 Prozent Reservekapazität des Verkehrsträgers nutzen können“

Quelle: BÖB

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