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TU Chemnitz: Überblick in der Logistik muss nicht teuer sein

Um Bauteile zu identifizieren, setzen die Forscher zehn Zentimeter kleine "Tags" ein, deren Identifikationsnummern per Funk durch RFID-Reader ausgelesen werden können. Foto: Steve Conrad

Wo genau befindet sich jetzt das Bauteil? Diese Frage wird weltweit jeden Tag in Produktion und Logistik unzählige Male gestellt. Eine reine Identifikation von Teilprodukten während des Warenflusses galt bisher meist als ausreichend.  Doch die Anforderungen moderner Logistikprozesse sind auch in punkto Produkt- bzw. Bauteilortung gestiegen.

„Aktuelle Prozesse sehen eine Verfolgung und Kontrolle des Warenflusses in feineren Schritten vor, die damit auch eine genauere Positionierung der Waren – etwa auf Transportsystemen – voraussetzen“, sagt Prof. Dr. Ulrich Heinkel, Inhaber der Professur Schaltkreis und Systementwurf der Technische Universität Chemnitz.

Als ein Beispiel nennt er die Automobilindustrie, in der durch die umfangreichen Möglichkeiten zur individuellen Konfiguration der Fahrzeuge ein hochdynamischer Logistikprozess mit genauer Ortskenntnis aller Bauteile bzw. Komponenten notwendig ist. „Diese Anforderungen hinsichtlich einer genauen Ortsinformation sind derzeit jedoch nur unter immensen Kosten- und Infrastrukturaufwänden realisierbar“, schätzt Heinkel ein.

RFID – die kostengünstige Alternative
Vor diesem Hintergrund suchten die Mitarbeiter der Professur Schaltkreis- und Systementwurf nach einer kostengünstigeren Lösung. Die Chemnitzer Wissenschaftler bedienen sich der bereits weit verbreiteten RFID-Technik und -Infrastruktur. Radio Frequency Identification – kurz RFID – bezeichnet eine Technologie, bei der mit Hilfe elektromagnetischer Felder beispielsweise Bauteile identifiziert werden. Diese sind mit zehn Zentimeter kleinen so genannten Tags ausgestattet, deren Identifikationsnummern per Funk durch RFID-Reader ausgelesen werden können.

„Wir untersuchten in den vergangenen zwölf Monaten, wie neben der reinen Identifikation von Tags auf deren genaue Position geschlossen werden kann“, berichtet Marten Wegener vom Projektteam. Dazu wurden Algorithmen und Verfahren entwickelt, in deren Ergebnis nun eine Ortungsgenauigkeit in der Größenordnung eines Tags ermittelt wurde.

Erstmals öffentlich vorgestellt wird die Lösung vom 24. bis 27. Februar 2015 auf der INTEC in Leipzig.

(Quelle: TU Chemnitz)

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