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Containerumschlag-Index: Wachstum des Welthandels verlangsamt sich weiter

Im Januar ging der Containerumschlag-Index des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) nochmals leicht von (revidiert) 123,2 auf 123,1 Punkte zurück. Von einer rückläufigen Entwicklung des Welthandels kann aber noch nicht gesprochen werden.

Der Rückgang im Dezember stellt sich allerdings nach Vorliegen fast aller Daten weniger ausgeprägt dar als in der vor einem Monat veröffentlichten Schnellschätzung – der Wert wurde um 0,5 Punkte nach oben revidiert. Das Ausmaß dieser Revision liegt im Bereich der Erfahrungswerte: Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre wurde der Index im jeweiligen Folgemonat gegenüber der Schnellschätzung um 0,6 Punkte verändert. Auch angesichts dieser Unschärfe spricht der aktuelle Index für eine zwar deutlich verlangsamte, aber nicht unbedingt rückläufige Entwicklung des Welthandels. Die Schnellschätzung für Januar stützt sich auf Angaben von 29 Häfen, die rund 70 Prozent des im Index abgebildeten Containerumschlags abdecken.

In den Index gehen die vom ISL im Rahmen seiner Marktbeobachtung fortlaufend erhobenen Angaben zum Containerumschlag in 75 internationalen Häfen ein, die rund 60 Prozent des weltweiten Containerumschlags tätigen. Da der internationale Handel im Wesentlichen per Seeschiff abgewickelt wird, lassen die Containerumschläge zuverlässige Rückschlüsse auf den Welthandel zu.

Weil viele Häfen bereits zwei Wochen nach Ablauf eines Monats über ihre Aktivitäten berichten, ist der RWI/ISL-Containerumschlag-Index ein zuverlässiger Frühindikator der Entwicklung des internationalen Handels mit verarbeiteten Waren und damit auch der weltwirtschaftlichen Aktivität.

(Quelle: RWI)

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