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Studie Nachhaltige Stadtlogistik: Paketdienste sichern Einzelhandel

BIEK

„Die Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP-Dienste) in Deutschland sichern lebendige Innenstädte“, sagt Florian Gerster, Vorsitzender des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik. Er stellte am Freitag in Berlin die Studie „Nachhaltige Stadtlogistik durch Kurier-, Express- und Paketdienste“ vor –  gemeinsam mit dem Autor der Studie Prof. Dr. Ralf Bogdanski von der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm.

„Die Ziele von Kommunen, KEP-Diensten und Handel sind kohärent: Damit ist die Voraussetzung für eine Nachhaltige Stadtlogistik durch KEP-Dienste grundsätzlich gegeben“, so Ralf Bogdanski. Das Angebot der Dienstleister begünstige besonders kleine innerstädtische Geschäfte, leiste somit einen Beitrag zur Vielfalt der Innenstädte und stärke insgesamt den Wirtschaftsstandort Innenstadt.

Grün und günstig
„Die KEP-Dienste bedeuten für den Einzel- und Online-Handel in Innenstädten das, was der öffentliche Personennahverkehr für Stadtbewohner darstellt“, erklärt Florian Gerster. „Sie schonen die Umwelt, sparen Kosten, Zeit und Aufwand. Paket- und Expressdienste bündeln Lieferungen und vermeiden dadurch Verkehre. Nahezu 100 Prozent der Sendungen werden beim ersten Versuch erfolgreich zugestellt.“ „Insbesondere die kleinen Geschäfte und Gewerbetreibenden sind bei der Belieferung auf Kurier-, Paket – und Expressdienste angewiesen“, fügt Ralf Bogdanski hinzu. Geschäfte bis 500 Quadratmeter seien besonders stark betroffen: Hier haben 85 Prozent eine KEP-Lieferquote von mehr als 50 Prozent. Der Online-Handel hätte zudem ohne den KEP-Markt keine Geschäftsgrundlage.

Grundversorgung der Stadt
Die Studie zeigt, dass die Kommunen KEP-Dienstleistungen als Grundversorgung der Stadt ansehen. Es bedarf jedoch dringend besserer Rahmenbedingungen in der Straßenverkehrsordnung, unter anderem zu Ladezonen. Das betreffe genauso das Thema Elektromobilität: „Nachhaltiges Arbeiten ist für die Mitgliedsunternehmen des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik schon immer selbstverständlich. Sie nutzen moderne Flotten und sind offen für alternative Antriebskonzepte“, so Florian Gerster. „Wir brauchen jedoch auch hier stärkere Unterstützung von der kommunalen Politik in Form von geeigneten Rahmenbedingungen.“

Hintergrund der Studie:
Die Studie „Nachhaltige Stadtlogistik durch Kurier-, Express- und Paketdienste“ hat Treiber, Ziele, Konzepte und Rahmenbedingungen einer Nachhaltigen Stadtlogistik durch KEP-Dienste aus der Sicht von Handel, Kommunen und KEP-Diensten untersucht und die aktuellen Umweltwirkungen der „Letzten Meile“ quantifiziert. Die Studie setzt am Punkt „Beteiligung aller Stakeholder“ an und baut Informationsdefizite ab – bei den Kommunen über eine immer bedeutendere Branche, aber auch beim Handel und den KEP-Diensten über die Kommunen. Organisationsstrukturen der Kommunen und Zuständigkeiten für den Wirtschaftsverkehr sowie Interessenabwägungen der Kommunen zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen wurden transparent gemacht. Im Jahr 2014 wurden zwei Kommunen betrachtet – Nürnberg und Frankfurt am Main – und die dort bedeutendsten KEP-Dienste sowie die Sicht des Handelsverbandes Deutschland (HDE) untersucht. Als Grundlage der Untersuchung dienen Experteninterviews und Daten, die bei den befragten KEP-Diensten erhoben wurden.

Quelle: BIEK

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