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Logistikbranche öffnet sich weiter für Ausbildung

Jobstarter plus-Projekt „LogiMatch“ des BVWL NRW e.V. kommt ins Rollen. Thomas Rachel (MdB), Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), überbrachte Dr. Christoph Kösters, Geschäftsführer des BVWL NRW e.V., im Beisein des Dortmunder Bundestagsabgeordneten Thorsten Hoffmann einen Förderbescheid über 389.000 Euro für das Jobstarter plus-Projekt LogiMatch. Damit kann das Projekt offiziell Fahrt aufnehmen.

Das Projekt will dem Bewerbermangel der Logistikbranche in der Zielregion Dortmund-Hamm-Unna entgegenwirken. Es richtet den Fokus der Betriebe auf Jugendliche mit Unterstützungsbedarfen oder mit Migrationshintergrund sowie auch junge Frauen als potenzielle Auszubildende.

Die Logistikbranche steht vor einem absehbaren, teils aber auch schon deutlich spürbaren Nachwuchsproblem. Obwohl logistische Prozesse in allen Bereichen des Alltags eine zentrale Rolle spielen, sind die attraktiven beruflichen Perspektiven, welche die Branche bietet, häufig nicht bekannt. Zudem haben viele Logistikberufe, wie z.B. der Berufskraftfahrer, einen zu Unrecht schlechten Ruf.

Ein weiteres Problem für die Nachwuchsgewinnung besteht darin, dass die Logistikbranche durch viele kleine und mittlere Unternehmen geprägt ist (85 Prozent der Betriebe). Diese stehen im Wettbewerb um die Gewinnung von Auszubildenden oft hinter großen Unternehmen zurück. „Wir müssen also etwas tun, um ausbildungswillige Betriebe und junge Menschen zusammen zu bringen“, erläutert Staatssekretär Thomas Rachel (MdB) den Hintergrund für das Förderprojekt.

Das Jobstarter-Projekt „LogiMatch“ bietet kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) der Logistikbranche in der Zielregion Dortmund-Hamm-Unna nachhaltige Unterstützung, um die Ausbildungssituation in den Logistikberufen zu verbessern.  Dabei werden die Unternehmen gezielt an bisher unberücksichtigt gebliebene Gruppen als potenzielle Auszubildende herangeführt: Jugendliche mit Unterstützungsbedarfen oder mit Migrationshintergrund und weibliche Personen. Die Betriebe werden in die Lage versetzt, diese Zielgruppen erfolgreich auszubilden und eine Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung zu ermöglichen.

„Das Ministerium kann das natürlich nicht alleine, wir brauchen dazu regionale Partner“, erläuterte Rachel weiter. Darum wird mit dem Projekt ein Netzwerk aus regionalen Unternehmen und Akteuren aufgebaut, an dem neben dem Bildungswerk Verkehr Wirtschaft Logistik NRW e.V. (BVWL) auch der Verband Verkehrswirtschaft und Logistik Nordrhein-Westfalen e. V. (VVWL) mit seinen rund 2.200 Logistikunternehmen beteiligt ist.

Ferner wird für die KMU der Region ein dauerhaftes Informations- und Dienstleistungsangebot zu den Themen  „Berufsausbildung“, „Spezieller Unterstützungsbedarf von Jugendlichen“ sowie „Hilfs- und Fördermöglichkeiten“ etabliert. Dabei wird an bestehende Instrumente in der Region angeknüpft. Das Projekt versteht sich als zentraler Ansprechpartner und Berater, der als Schnittstelle zwischen Unternehmen, Akteuren und Institutionen informiert und vernetzt sowie Unternehmen während der Projektlaufzeit und auch darüber hinaus begleitet.

Schließlich wird im Projekt auch die Akzeptanz von Ausbildungsbausteinen in der Ausbildungsvorbereitung eruiert – in Verbindung mit der Anrechnung von absolvierten Inhalten auf die Berufsausbildung.

„Beim Stichwort ‚Logistik„ denken viele meist nur an den LKW-Fahrer. Wir müssen aber deutlich machen, wie vielfältig die Berufe in der Logistik sind, und dass es neben gewerblichen Berufen auch zahlreiche andere Ausbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen gibt“, betonte der Leiter des BVWL, Helmut Meyer.

(Quelle: Jobstarter)

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