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Hapag-Lloyd verbucht im Geschäftsjahr 2014 hohe Verluste

BERLIN_EXPRESS Foto: Hapag-Lloyd

Die Containerreederei Hapag-Lloyd hat im vergangenen Geschäftsjahr das Transportvolumen um 7,5 Prozent auf 5,9 Millionen Standardcontainer (TEU) gesteigert. Das gab Hapag-Lloyd am Freitag letzter Woche bekannt.

Demnach lag die durchschnittliche Frachtrate mit 1.434 US-Dollar/TEU um 3,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Die Umsatzerlöse konnten um 3,7 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro verbessert werden. Das EBITDA betrug 98,9 Millionen Euro (Vorjahr: 389,1 Millionen Euro), das operative Ergebnis -112,1 Millionen Euro (Vorjahr: 67,2 Millionen Euro). Das Konzernergebnis in Höhe von -603,7 Millionen Euro (Vorjahr: -97,4 Millionen Euro) sei stark von Einmaleffekten geprägt. Hierzu gehörten vor allem die Kosten für die Übernahme und Integration der CSAV-Containerschifffahrtsaktivitäten und eine Wertminderung auf ein Portfolio alter Schiffe. Auf der Kostenseite brachte der stark gefallene Ölpreis laut Hapag-Lloyd erst zum Jahresende eine leicht spürbare Entlastung, da sich sinkende Treibstoffpreise bei Linienreedereien erst mit mehrmonatiger Verzögerung in den Zahlen niederschlagen. Der durchschnittliche Bunkerverbrauchspreis für das Gesamtjahr 2014 belief sich auf 575 US-Dollar pro Tonne (Vorjahr: 613 USD/t).

Durch den Zusammenschluss mit dem Containergeschäft der chilenischen Reederei CSAV und den damit verbundenen Kapitalmaßnahmen habe sich die Kapitalstruktur von Hapag-Lloyd verbessert. Das Unternehmen verfüge mit einem Eigenkapital von 4,2 Milliarden Euro und einer Eigenkapitalquote von 41,2 Prozent über eine solide Bilanzstruktur. Mit einer Liquiditätsreserve von mehr als 920 Millionen Euro sei das Unternehmen trotz des enttäuschenden Geschäftsjahrs 2014 gut für die Zukunft aufgestellt.

Quelle: Hapag-Lloyd

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