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Verdi-Warnstreiks nun auch bei der Deutschen Post

dhl_zusteller_multibox Foto: Deutsche Post DHL

Der Tarifkonflikt zwischen der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Deutschen Post AG spitzt sich zu. Ab 1. April will Verdi ihre Mitglieder bei der Deutschen Post AG zu bundesweiten Warnstreiks aufrufen.

„Die Beschäftigten erwarten, dass der Arbeitgeber ihre Interessen ernst nimmt und konstruktiv über unsere Forderung nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich verhandelt“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. Verdi fordert für die rund 140.000 Tarifkräfte des Unternehmens eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 auf 36 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die erste Verhandlungsrunde vom 19. März endete ohne Angebot. Die nächste Verhandlungsrunde findet am 14. April in Berlin statt. Wann und wo die Beschäftigten ihre Arbeit niederlegen, wird Verdi erst kurzfristig bekannt geben.

Auf Seiten der Deutschen Post DHL hat man kein Verständnis für einen Streikaufruf. „Wir haben uns bereits in der ersten Verhandlungsrunde sehr konstruktiv mit der Verdi-Forderung auseinandergesetzt und einen konkreten Konzeptvorschlag zur Einführung der 36-Stunden-Woche als Regelarbeitszeit vorgelegt“, erklärt Melanie Kreis, Konzernvorstand Personal. „Es gibt daher aus den Verhandlungen heraus überhaupt keinen Grund für Warnstreiks.“ Bei der ersten Runde der Verhandlungen habe das Unternehmen gerade erst vor wenigen Tagen ein Konzept vorgeschlagen, das inhaltlich die Forderung der Gewerkschaft nach Verkürzung der Wochenarbeitszeit aufgreift. Inhaltlich habe die Tarifforderung außerdem überhaupt nichts mit der Verdi-Kritik an der Schaffung neuer Arbeitsplätze in neu gegründeten Regionalgesellschaften zu tun. Diese unterliegen laut Deutscher Post den von Verdi unterschriebenen regionalen Tarifverträgen mit den Branchenarbeitgeberverbänden von Spedition und Logistik, während die Tarifforderung sich auf den Tarifvertrag bei der Deutschen Post AG beziehe und die darunter fallenden Beschäftigten gar nicht von den neuen Gesellschaften betroffen seien. Man werde dennoch alles tun, um die Auswirkungen von Warnstreiks auf die Kunden soweit es geht zu beschränken.

Quelle: Verdi/Deutsche Post DHL

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