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Bundeswehr-Logistik: ACD diskutiert über die Einbindung der zivilen Wirtschaft

Aircargoclub Deutschland

Der Aircargo Club Deutschland (ACD) sieht für seine Mitglieder großes Potential in der Zusammenarbeit mit dem Logistikzentrum der Bundeswehr in Wilhelmshaven. Dazu lud die Branchenplattform den Dezernatsleiter Lufttransport des Logistikzentrums der Bundeswehr, Oberstleutnant Harald Struzyna, ein, der über die Herausforderungen in der Steuerung des operativen Geschäfts und die Zusammenarbeit mit zivilen Logistikanbietern sprach.

Die Transportaufgaben und -prozesse der Bundeswehr orientieren sich maßgeblich an der enormen Vielfalt der zu befördernden Güter, die von gefährlichen und temperaturempfindlichen Waren über dringend benötigte Bauteile sowie Panzer bis hin zu Truppen und Tieren reicht und die Logistiker der Bundeswehr täglich vor neue Herausforderungen stellt. Flüge in Krisenregionen erfordern zudem eine permanente Beobachtung und Einschätzung der Sicherheitslage sowie aufwändige Abstimmungen rund um die Beantragung von Flugrechten und sonstigen Genehmigungen. Routinetransporte erfolgen derzeit unter anderem nach Afghanistan, die Vereinigten Staaten von Amerika und Afrika.

Um der Nachfrage gerecht zu werden, schließt die Bundeswehr auch mit zivilen Logistikunternehmen Rahmenverträge und tätigt Einzelausschreibungen. „Mehr als die Hälfte aller Transporte der Bundeswehr werden aktuell von der zivilen Wirtschaft durchgeführt“, erklärte Struzyna. „Die Wirtschaft hilft uns dabei, Fähigkeitslücken zu schließen und die Einsatzbereitschaft vor Ort schnell herzustellen.“

Die Fachabteilung Verkehr und Transport ist der zentrale Dienstleister der Bundeswehr und organisiert unter der Verwendung militärischer und ziviler Transportkapazitäten weltweit die Bereitstellung aller Verkehrs- und Transportleistungen bei Einsätzen, Übungen und im Grundbetrieb. „Der Bedarf an Lufttransporten ist seit Jahren stabil geblieben“, betonte Struzyna. Eine Prognose für 2015 sei aufgrund offener politischer Entscheidungen jedoch noch schwierig. Sicher sei aber, dass der Grundbetrieb, einschließlich der Übungen, auch weiterhin einen stabilen Bedarf an Transporten erfordere.

„Die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr ist für die Luftfrachtbranche ein sehr spannendes Thema, da vermehrt auf zivile Unternehmen bei den Transporten zurückgegriffen wird. Für unsere Mitglieder war es eine sehr gute Gelegenheit mehr über den bundeswehrspezifischen Bedarf und die internen Strukturen zu erfahren“, sagte ACD-Präsident Winfried Hartmann.

Quelle: ACD

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