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Contargo stellt Quellcode von IRIS frei zur Verfügung

Contargo

Die Contargo-Gruppe stellt am 1. Mai ihr Routenberechnungssystem IRIS für Lkw im Vor- und Nachlauf intermodaler Transporte in Europa beim webbasierten Hosting-Dienst GitHub zur kostenfreien Nutzung und eigenen Weiterentwicklung zur Verfügung. So sollen das Wissen und die Erfahrung vieler in die Software einfließen und das Programm kontinuierlich an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst werden.

IRIS steht für Intermodal Routing Information System und war zunächst Bestandteil von Contargos Tarifrechner IMTIS. IRIS diente dabei als zentraler Broker zwischen IMTIS und der von Contargo speziell auf den intermodalen Transport ausgelegten eigenen Aufbereitung des OpenStreetMap-Kartenmaterials. Inzwischen wurde IRIS aus IMTIS herausgelöst. Über IRIS erhalten die Nutzer Kerninformationen zu den Routen – wie die Streckenführung –, aber auch weitere Daten wie Gesamtkilometer, Mautkilometer und Planfahrzeiten können berechnet werden. Erfasst werden bisher Deutschland und alle seine Nachbarstaaten. Das Programm berücksichtigt Informationen aus dem Kartenmaterial, wie z. B. Maximalgewichte oder Mautpflicht. Bei der Berechnung des CO2-Ausstoßes eines intermodalen Transports werden sowohl die Transporte mit Bahn und Binnenschiff, als auch der Umschlag und das Handling der Container mit einbezogen.

Ab 1. Mai 2015 steht diese Software nicht mehr nur angemeldeten Nutzern über Contargo zur Verfügung, IRIS kann dann unter der OpenSource-Lizenz AGPLv3 auf GitHub heruntergeladen und den eigenen Ansprüchen entsprechend weiterentwickelt werden.

Kontinuierliche Anpassung
„Wir setzen zunehmend auf OpenSource-Lösungen, denn sie ermöglichen die Anpassung einer Software an verschiedene Ansprüche“, sagt Henrik Hanke, IT Manager. „Denn bei vielen Anwendungen, wie beispielsweise einem Routenberechnungssystem, handelt es sich nicht um ein abgeschlossenes Aufgabengebiet. Die besondere Herausforderung besteht darin, die Software stetig an ein sich kontinuierlich veränderndes System anzupassen. OpenSource-Lösungen haben den Vorteil, dass sie nicht nur von vielen Menschen genutzt, sondern auch programmiert und weiterentwickelt werden können.“

Schon jetzt ist es möglich Informationen aus erster Hand, wie Straßensperrungen oder veränderte Straßenführung, an Contargo zu melden, damit diese im Kartenmaterial eingepflegt und in IRIS genutzt werden. In den nächsten Jahren plant Contargo Schritt für Schritt weitere Applikationen miteinander zu verknüpfen. Für das Echtzeit-Routing sollen beispielsweise auch Brückenhöhen in Verbindung mit aktuellen Pegelständen, Rheinsperrungen oder Baustellen auf Bahnstrecken berücksichtigt werden.

Quelle: Contargo

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