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Deutsche Post DHL Group steigert Umsatz und bestätigt Ergebnisprognosen

Der Post- und Logistikkonzern, Deutsche Post DHL Group, hat im ersten Quartal 2015 seine Erlöse weiter gesteigert. Mit 14,8 Milliarden Euro lag der Konzernumsatz um 8,8 Prozent über dem Vorjahresquartal (2014: 13,6 Milliarden Euro).

Auch um positive Währungseffekte bereinigt legte der Umsatz zu: In dem organischen Anstieg von 2,1 Prozent spiegeln sich Umsatzverbesserungen in allen vier Unternehmensbereichen wider. Insbesondere setzte sich das dynamische Erlös- und Volumenwachstum im internationalen Express- und im deutschen Paketgeschäft fort. Das operative Ergebnis des Konzerns sank im ersten Quartal leicht um 1,0 Prozent auf 720 Millionen Euro – vor allem aufgrund einer schwachen Ergebnisentwicklung bei Global Forwarding, Freight sowie planmäßigen Restrukturierungskosten bei Supply Chain.

„Wir sehen einen moderaten Jahresauftakt im Rahmen unserer Erwartungen“, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL Group. „Unsere Strategie, vor allem im Bereich E-Commerce und in den aufstrebenden Märkten zu wachsen, geht weiterhin auf. Gleichzeitig nehmen wir nun – am Übergang von der Strategie 2015 zu unserer neuen Strategie 2020 – ganz bewusst Anstrengungen auf uns, um die Basis für die Umsetzung unserer strategischen Prioritäten zu schaffen. Wir investieren stark in die optimale Aufstellung unserer vier Divisionen, auch wenn dies wie erwartet mit temporären Belastungen einhergeht. Unser Fokus liegt auf dem nachhaltigen profitablen Wachstum unseres Geschäfts.“

Ausblick: Ergebnisprognose für 2015 und 2016 sowie langfristige Ziele bestätigt
Für den weiteren Verlauf des Jahres 2015 rechnet Deutsche Post DHL Group unverändert mit einem allenfalls moderaten globalen Wirtschaftswachstum. Zudem wird der Konzern auch weiterhin in den langfristigen Erfolg investieren. Seine Ziele bestätigt das Unternehmen in vollem Umfang. Im Jahr 2015 soll der operative Gewinn auf 3,05 bis 3,2 Milliarden Euro steigen. Dazu wird der Unternehmensbereich Post – eCommerce – Parcel (PeP) voraussichtlich mindestens 1,3 Milliarden Euro beitragen, während die DHL-Divisionen wie angekündigt einen EBIT-Anstieg auf 2,1 bis 2,25 Milliarden Euro verzeichnen sollten. Der Konzern rechnet für 2015 mit stabilen Aufwendungen für den Bereich Corporate Center/Anderes von rund 350 Millionen Euro. Außerdem geht das Unternehmen weiter davon aus, erneut einen ausreichend hohen Free Cashflow zu generieren, um die Dividende abzudecken, die für das Geschäftsjahr 2014 gezahlt werden wird.

Für 2016 prognostiziert Deutsche Post DHL Group unverändert einen EBIT-Anstieg auf 3,4 bis 3,7 Milliarden Euro. Dazu sollen der Unternehmensbereich PeP mehr als 1,3 Milliarden Euro und die DHL-Divisionen zwischen 2,45 bis 2,75 Milliarden Euro beitragen.

Deutsche Post DHL Group geht weiterhin davon aus, den operativen Gewinn im Zeitraum 2013 bis 2020 um durchschnittlich mehr als 8 Prozent jährlich zu steigern (CAGR). Dazu sollen die DHL-Divisionen mit einem durchschnittlichen EBIT-Wachstum von 10 Prozent pro Jahr beitragen. Bei PeP wird mit einem durchschnittlichen Anstieg des operativen Gewinns von rund 3 Prozent pro Jahr gerechnet. Darüber hinaus plant der Konzern, dass der Aufwand für den Bereich Corporate Center/Anderes bis 2020 bei unter 0,5 Prozent des Konzernumsatzes liegt.

Erstes Quartal 2015: Erlöse um 1,2 Milliarden Euro gestiegen
Mit 14,8 Milliarden Euro lagen die Umsätze im Auftaktquartal um 8,8 Prozent oder fast 1,2 Milliarden Euro über dem Vorjahr (2014: 13,6 Milliarden Euro). Dazu haben die DHL-Divisionen mit einem Anstieg von 10,9 Prozent und der PeP-Bereich mit einer Verbesserung von 3,6 Prozent beigetragen. Bereinigt um Währungseffekte stiegen die Konzernerlöse um 2,1 Prozent.

Das Konzern-EBIT sank in den ersten drei Monaten leicht um 1,0 Prozent auf 720 Millionen Euro (2014: 727 Millionen Euro). Der Unternehmensbereich PeP konnte das operative Ergebnis trotz des weiterhin dynamischen Paketgeschäfts nur um 0,8 Prozent auf 399 Millionen Euro steigern, da dieser positiven Entwicklung weiter sinkende Post-Volumina und höhere Kosten gegenüber standen. Die Express-Division verzeichnete aufgrund der weiterhin starken Entwicklung im Bereich der internationalen zeitgenauen Sendungen (TDI) einen EBIT-Anstieg von 20,3 Prozent auf 332 Millionen Euro. Hingegen ging das operative Ergebnis bei Global Forwarding, Freight aufgrund von Belastungen im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm sowie anhaltendem Margendruck in der gesamten Branche auf 17 Millionen Euro zurück (2014: 49 Millionen Euro). Bei Supply Chain haben vor allem Einmalaufwendungen für das Optimierungsprogramm das operative Ergebnis der Division im ersten Quartal auf 53 Millionen Euro sinken lassen (2014: 85 Millionen Euro).

Das Konzernergebnis ging im Auftaktquartal leicht um 1,4 Prozent auf 495 Millionen Euro zurück (2014: 502 Millionen Euro). Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von 41 Euro-Cent je Aktie (2014: 42 Euro-Cent).

Investitionen: Konzern stärkt Wachstumsbasis mit weiterhin hohen Investitionen
Um die Basis für den zukünftigen Erfolg zu stärken, hat Deutsche Post DHL Group im ersten Quartal 2015 erneut kräftig investiert. Der Schwerpunkt lag dabei auf der Positionierung der Gruppe für zukünftiges profitables Wachstum in allen vier Unternehmensbereichen. Insgesamt stiegen die Investitionsausgaben in den ersten drei Monaten auf 274 Millionen Euro (2014: 176 Millionen Euro). Investiert wurde vor allem in den Ausbau der nationalen und internationalen Paket-Infrastruktur, in die Modernisierung der globalen und regionalen Express-Hubs und die weitere Effizienzsteigerung der Flugzeugflotte, sowie in das Transformationsprogramm bei Global Forwarding, Freight, und in Neugeschäft bei Supply Chain.

Cashflow: Saisonal übliche Entwicklung
Mit minus 377 Millionen Euro (2014: minus 348 Millionen Euro) spiegelt der Free Cash Flow im Auftaktquartal 2015 die übliche saisonale Entwicklung wider: Zum Jahresbeginn belastet regelmäßig die jährliche Vorauszahlung für die Beamtenpensionen an die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation den Mittelzufluss des Unternehmens, die in diesem Jahr 530 Millionen Euro betrug. Der Rückgang des Free Cashflow im Vorjahresvergleich spiegelt größtenteils die höheren Investitionszahlungen (Net Cash Capex) wider.

Post – eCommerce – Parcel: Weiterhin starkes Wachstum im Paketgeschäft
Der Umsatz im Bereich Post – eCommerce – Parcel ist im ersten Quartal um 3,6 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro gestiegen (2014: 4,0 Milliarden Euro). Davon entfielen 1,5 Milliarden Euro auf den Bereich eCommerce – Parcel, der weiter dynamisch gewachsen ist und im Vergleich zum Vorjahr um 13,7 Prozent zugelegt hat. Dieser währungsbegünstigte Anstieg setzt sich aus einem Umsatzplus von 25,8 Prozent bei eCommerce, 12,1 Prozent bei Parcel Germany und 4,8 Prozent bei Parcel Europe zusammen. Die positive Entwicklung zeigt, dass Deutsche Post DHL Group unverändert von der erfolgreichen Positionierung als Markt- und Innovationsführer im wachstumsstarken E-Commerce profitiert. Mit Angeboten wie dem Paketkasten für Mehrfamilienhäuser oder der jüngst als Pilotprojekt gestarteten Kofferraumzustellung baut der Konzern diese Stellung weiter aus.

Im Gegensatz zu eCommerce – Parcel sanken die Erlöse im Post-Bereich im ersten Quartal leicht um 1,7 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. Darin kommt einmal mehr der anhaltende Strukturwandel zum Ausdruck, infolge dessen der Briefmarkt bereits seit Jahren schrumpft. In der Umsatzentwicklung des Post-Bereichs sind Rückgänge sowohl im Bereich Brief Kommunikation (-0,6 Prozent) als auch Dialog Marketing (-2,8 Prozent) enthalten. Die Effekte des Volumenrückgangs konnten aufgrund von Preiserhöhungen für Post-Produkte in Deutschland gemildert werden.

Das operative Ergebnis im Unternehmensbereich PeP stieg um 0,8 Prozent auf 399 Millionen Euro (2014: 396 Millionen Euro). Darin spiegeln sich die positiven Effekte der höheren Umsätze bei eCommerce – Parcel wider, die jedoch sowohl von geringeren Post-Volumina und höheren Personal- und Materialkosten als auch Aufwendungen vor allem für die internationale Expansion des Bereichs eCommerce – Parcel nahezu aufgezehrt wurden.

Express: Erfolgsgeschichte setzt sich fort
Der Unternehmensbereich Express hat sowohl den Umsatz als auch das Ergebnis in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich gesteigert. Die Erlöse kletterten im ersten Quartal um 12,5 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro (2014: 2,9 Milliarden Euro); um Währungseffekte bereinigt lag der Anstieg bei 2,3 Prozent, wobei niedrigere Treibstoffzuschläge das Umsatzwachstum gebremst haben. Haupttreiber für die anhaltend positive Entwicklung von Express war das erneut starke Wachstum im Geschäft mit zeitgenauen internationalen Sendungen (TDI). Hier stieg das Volumen im ersten Quartal um 7,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Noch stärker als der Umsatz stieg der operative Gewinn des Unternehmensbereichs: Das EBIT legte um 20,3 Prozent auf 332 Millionen Euro zu (2014: 276 Millionen Euro). Hierin spiegeln sich erneut die positiven Effekte des Volumenwachstums wider. Die EBIT-Marge erreichte im ersten Quartal 10,2 Prozent und lag damit deutlich über dem Vorjahreszeitraum (9,6 Prozent).

Um die starke Position des Unternehmensbereichs weiter auszubauen, wird Express weiterhin in sein globales Luft- und Hub-Netzwerk investieren.

Global Forwarding, Freight: Transformationsprogramm belastet Ergebnis
Trotz eines weiterhin herausfordernden Branchenumfelds konnte der Unternehmensbereich Global Forwarding, Freight seinen ausgewiesenen Umsatz um 7,6 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro erhöhen (2014: 3,5 Milliarden Euro). Um Währungseffekte bereinigt sind die Erlöse um 2,7 Prozent gestiegen. Die Seefrachtvolumina legten in den ersten drei Monaten um 2,3 Prozent zu, während die Mengen in der Luftfracht auf Vorjahresniveau lagen (+0,3 Prozent).

Im Gegensatz zum Umsatz sank das operative Ergebnis der Division sehr deutlich und zwar von 49 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 17 Millionen Euro im ersten Quartal 2015. Dies ist auf anhaltend starken Margendruck in der Branche sowie direkte und indirekte Kosten im Zusammenhang mit dem Transformationsprogramm zurückzuführen. Vor dem Hintergrund dieser schwachen Entwicklung wird sich das neue Management des Bereichs zunächst auf die Verbesserung der operativen Geschäftsentwicklung fokussieren. Gleichzeitig werden die Ergebnisse des Transformationsprojekts in den Pilotländern sowie die Auswirkungen der bereits erfolgten weltweiten Reorganisation untersucht. Die entsprechenden Resultate der Überprüfung werden dann die weitere Ausrichtung bestimmen.

Supply Chain: EBIT-Rückgang aufgrund von Einmalkosten für Optimierungsprogramm
Der Umsatz im Unternehmensbereich Supply Chain ist im Auftaktquartal um 12,4 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro gestiegen (2014: 3,5 Milliarden Euro); um Währungseffekte bereinigt lagen die Erlöse um 0,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Die Division konnte Neugeschäft in Höhe von 260 Millionen Euro (annualisiert) gewinnen, vor allem in den Sektoren „Automotive“, „Consumer“ und „Life Sciences & Healthcare“. Das EBIT sank von 85 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 53 Millionen Euro im ersten Quartal 2015. Der Hauptgrund hierfür waren planmäßig angefallene Einmalkosten für das Optimierungsprogramm bei Supply Chain. Ziel des Programms ist es, durch mehr Standardisierung, höhere Effizienz und die bessere Nutzung von Skaleneffekten im globalen Geschäft die Marge bis 2020 auf 4 bis 5 Prozent zu steigern.

Quelle: Deutsche Post DHL Group

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