Newsticker

Marketing in der Logistikbranche: Für Logistiker bleibt Marke wichtig

Das Arbeiten an der eigenen Marke halten 96 Prozent der Logistikdienstleister für einen wichtigen Erfolgsfaktor. Zu diesem Ergebnis kommt die bereits im vierten Jahr durchgeführte Marktstudie „Markenführung in der Logistik“. Herausgeber ist die auf die Logistikbranche spezialisierte Werbeagentur Get the Point.

86 Prozent der dabei befragten Logistikunternehmen werben aktiv für ihr Unternehmen, womit sie den Erwartungen ihrer Kunden entsprechen. Von den ebenfalls befragten Industrie- und Handelsunternehmen sprachen sich 90 Prozent für die Wichtigkeit von Werbung und Markenaufbau seitens der Logistikdienstleister aus. 70 Prozent der Verlader gaben an, sich bei der Auswahl von Logistikdienstleistern von deren Aussendarstellung beeinflussen zu lassen.

Demgegenüber sind jedoch nur 41 Prozent der Dienstleister von der Wirkung guter Werbung überzeugt. In der Vorjahres-Studie lag dieser Wert noch bei 58 Prozent. Dazu passt der Trend zu sinkenden Budgets: Mittlerweile geben 53 Prozent der befragten Dienstleister weniger als 200.000 EUR für Werbung aus, während 2013 erst 39 Prozent der Budgets unter dieser Grenze lagen. „Die Bereitschaft, hohe Marketingbudgets bereitzustellen, ist eindeutig gesunken und der Glaube an den Erfolg der eigenen Markenarbeit ist geschwächt“, erklärt Wieland Schmoll, einer der beiden Geschäftsführer von Get the Point.

Zugleich vertrauten Dienstleister immer weniger auf Agenturen und den Rat externer Experten. „Marketingaufgaben werden zunehmend ausschließlich auf interne Ressourcen verteilt“, so Schmoll. Dieser Trend ließe sich seit Jahren beobachten. Innerhalb der letzten drei Studien sei der Anteil von 11 über 19 bis hin zu den aktuellen 29 Prozent angestiegen.

„Allerdings scheinen die Marketingaufgaben auf immer weniger Personal verteilt zu werden“, stellt Clemens Meiß, Geschäftsführer von Get the Point fest. Der Anteil der Unternehmen, die in ihrem Marketingbereich bis zu fünf Mitarbeiter beschäftigen, ist von 63 Prozent (2013) auf 69 Prozent (2014) gewachsen. Analog dazu ist der Anteil der größeren Fachabteilungen mit bis zu 10 Personen von 26 auf 12 Prozent gesunken. Die insgesamt sinkende Bereitschaft zum Investieren in die eigene Marke hat bereits deutliche Folgen. Lediglich 33 Prozent der Logistikkunden gaben an, die Kernaussagen ihrer Dienstleister zu kennen. Damit ist diese Kenngröße um 13 Prozentpunkte gesunken.

Deutlich verändert hat sich auch die Erwartung der Verlader hinsichtlich der Aktivitäten in den sozialen Medien. 64 Prozent der Industrie- und Handelsunternehmen wünschen sich hier ein stärkeres Engagement seitens der Dienstleister. In der Vorjahres-Studie lag dieser Wert noch bei 19 Prozent. Die 24seitige Studie zeigt anhand vieler weiterer Aspekte auf, dass Marketing und Kommunikation innerhalb der Logistikbranche eine wachsende Rolle spielen. „Starke Marken werden in Zukunft den größten Teil des Marktes unter sich aufteilen. Denn dort, wo die Nachfrage so groß ist, dass man nicht mehr jeden Kunden beim Vornamen kennen kann, hilft eine emotional aufgeladene Marke schon beim Erstkontakt, die Beziehung herzustellen“, betont Clemens Meiß, Geschäftsführer von Get the Point fest.

Im Rahmen der Untersuchung waren rund 320 Marketingleiter der größten deutschen Logistikunternehmen angeschrieben worden, die einen Jahresumsatz von mindestens 60 Mio. Euro erwirtschaften. Insgesamt nahmen rund 60 Personen an der Umfrage teil. Kritische Kommentare zu den wichtigsten Ergebnissen runden die Studie ab, die bei Get the Point gegen eine Schutzgebühr angefordert werden kann. Journalisten erhalten die Studie kostenfrei.

Get the Point ist eine Agentur für sinnvolle Kommunikation und seit über 20 Jahren für den Markenaufbau meist mittelständischer Unternehmen, insbesondere aus dem Logistikbereich tätig. Dabei konnte die Agentur die Entwicklung dieser spannenden Branche hautnah mitverfolgen. Viele vollzogen die Wandlung vom Transporteur zum Full-Service-Logistikdienstleister. Und in dem Maße, wie sich die logistischen Dienstleistungen ausweiteten, nahm auch die Bedeutung dieser Branche für unser gesamtes Wirtschaftsleben zu.

Quelle: Get the Point GmbH

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*