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Logistikimmobilien-Seismograph: im ersten Halbjahr 2015 profitieren die Top-Logistikregionen

Logivest: Kuno Neumeier

Die Logivest GmbH, Spezialist für Logistikprozess- und Logistikimmobilienberatung mit Sitz in München, hat die Neubauaktivitäten von Logistikimmobilien in Deutschland ausgewertet und dabei einen deutlichen Trend festgestellt. Im ersten Halbjahr 2015 profitieren vor allem die Top-Logistikregionen, München liegt durch Einzelansiedlung an der Spitze des Rankings.

Die Dynamik der Neubauaktivitäten von Logistikimmobilien in Deutschland stieg im ersten Quartal 2015 mit rund 590.000 Quadratmetern Logistik-Neubaufläche gegenüber dem vorangegangenen Quartal am Jahresende 2014 (ca. 535.000 Quadratmeter) leicht an. Auch das zweite Quartal zeigte mit 640.000 Quadratmeter eine leichte Steigerung gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres 2015, blieb allerdings gegenüber dem 2. Quartal 2014 (ca. 1.210.500 Quadratmeter) deutlich zurück. Die Halbjahresbilanz weist insgesamt eine unterdurchschnittliche Entwicklung auf: Im ersten Halbjahr 2014 schlugen die Neubauten mit rund 1.933.000 Quadratmeter zu Buche, damit erreichten die Logistikimmobilien-Neubauten in der ersten Hälfte dieses Jahres mit 1.230.000 Quadratmeter nur knapp 64 Prozent des Vergleichswertes aus 2014. Vom Wert für das Gesamtjahr 2014 von rund 3.474.000 Quadratmeter konnten nur rund 35 Prozent erreicht werden.

Zu diesem Ergebnis kommt die Halbjahresauswertung des Logistikimmobilien-Seismographen, der quartalsweise vom Logistikimmobilien Experten Logivest aus München in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services, Nürnberg, herausgegeben wird. „Um das Gesamtvolumen des Vorjahres zu erreichen, ist nun eine durchschnittliche Neubauflächenzahl von rund 1,1 Mio. Quadratmetern pro Quartal nötig“, prognostiziert Kuno Neumeier, Geschäftsführer von Logivest. „Dies ist aber durchaus möglich, da wir von großen Projekten wissen, deren Realisierungsbeginn für das zweite Halbjahr 2015 geplant ist. So soll beispielsweise noch im Herbst 2015 mit dem Bau des über 200.000 Quadratmeter großen Verteilzentrums und Ersatzteillagers für die BMW AG durch die Immobiliengesellschaft DIBAG Industriebau AG in Wallersdorf im Landkreis Dingolfing-Landau begonnen werden.“

Verortet man die Neubau-Logistikimmobilien auf einer Deutschlandkarte, so fällt auf, dass in beiden Quartalen mit einem Anteil von über 70 Prozent die meisten Neubauten in den Top-Logistikregionen entwickelt wurden. Im ersten Quartal lag die Logistikregion Duisburg/Niederrhein mit insgesamt 94.500 Quadratmetern Neubaufläche deutlich vorn. Dabei entfielen allein 60.000 Quadratmeter auf ein Multiuser-Objekt, das im Duisburger Hafen im Logport 1 entsteht. Weitere 22.500 Quadratmeter wurden in Mönchengladbach realisiert: Wie die Wirtschaftsförderung Mönchengladbach bekannt gab, wird für die Logistikdienstleister Logwin und Vetten im Regiopark eine auf die Fashion- und Lifestylebranche zugeschnittene Logistikimmobilie entwickelt.

Auf Platz 2 der neubauaktivsten Logistikregionen des ersten Quartals 2015 folgte Berlin/Brandenburg, wo mit dem Bau von gesamt 50.500 Quadratmetern Logistikflächen begonnen wurde. So entsteht im GVZ Großbeeren ein neues Logistikzentrum für einen Lebensmitteldiscounter, das bereits 41.000 Quadratmeter umfasst. Das Objekt soll ab Dezember 2015 als Lager- und Umschlagplatz für Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs dienen. Platz 3 sicherte sich – hauptsächlich durch den 45.000 Quadratmeter großen Neubau für eine Baumarkt-Kette in Hamm/Rhynern – die Logistikregion Östliches Ruhrgebiet mit insgesamt 48.300 Quadratmeter Logistikimmobilien-Neubaufläche.

Im zweiten Quartal dagegen war der Süden Deutschlands, allen voran die Region München, der größte Nutznießer: Aufgrund der Einzelentwicklung für einen Automobilhersteller mit 120.000 Quadratmetern Neubaufläche konnte die Logistikregion München jetzt schon ihren Vorjahreswert nahezu erreichen und sich an die Spitze des Rankings setzen. Das Logistikzentrum, das zukünftig als Ersatzteillager für das „langsam drehende Sortiment“ dienen soll, entsteht im bayerischen Bruckberg. Auffällig ruhig dagegen ist es erneut in den Gebieten Donau, Mitte Deutschland, Saarland und Erfurt. In diesen vier der 20 Top-Logistikregionen konnte bereits im zweiten Quartal nacheinander keine Neubauaktivität verzeichnet werden.

Quelle + Bildquelle: Logivest

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