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Kromi Logistik verfehlt Umsatzziele

Kromi Foto: Kromi Logistik

Die Kromi Logistik AG erzielte auf Basis vorläufiger Zahlen (IFRS) im Geschäftsjahr 2014/2015 eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr von 3,4 Prozent auf TEUR 63.341, blieb damit jedoch hinter dem selbstgesteckten Ziel für das Gesamtjahr zurück. Das gibt der Hamburger Werkzeuglogistiker in einer Ad-Hoc-Mitteilung bekannt.

Die Kromi Logistik AG bietet produzierenden Unternehmen im In- und Ausland ein vollständiges Outsourcing der Versorgung mit Präzisionswerkzeugen („Tool-Management“). Im Geschäftsjahr 2014/2015 entfielen dabei im Vergleich zum Vorjahr rund TEUR 3.000 Umsatzbeitrag durch die Rückführung der Geschäftsaktivitäten mit einem Großkunden in Italien. Bereinigt um diesen Wert hätte die Umsatzsteigerung mit Neu- und Bestandskunden im Jahresvergleich rund 8,7 Prozent betragen. Die Ausweitung des Bestandskundengeschäfts trug dabei nicht nur wesentlich zum Umsatzwachstum sondern auch zu einer Verbesserung der Rohertragsmarge bei: Diese erhöhte sich auf Konzernebene auf 25,8 Prozent (Vorjahr: 25,1 Prozent). Wie bereits im Neun-Monatsbericht 2014/2015 ausgeführt, wäre für das Erreichen der Gesamtjahresprognose auf Umsatzebene (Umsatzwachstum im oberen einstelligen Prozentbereich) ein starkes viertes Quartal am oberen Rand der internen Planung erforderlich gewesen. Jedoch verzögerte sich der Anlaufprozess bei verschiedenen Neukunden, häufig multinationale Konzerne, weiter, sodass diese noch keinen wesentlichen Umsatzbeitrag im Geschäftsjahr 2014/2015 leisteten.

Gleichzeitig investierte Kromi Logistik im Geschäftsjahr 2014/2015 substanziell in dieses Neukundengeschäft, um die personellen Voraussetzungen für das in der Zukunft erwartete Geschäft zu schaffen. Aktuell befinde sich der Vorstand der Kromi Logistik mit diesen Kunden in einem intensiven Dialog und rechne fest mit der Aufnahme der Versorgung für die betreffenden Kunden. Trotz der verbesserten Profitabilität im Rohertrag wirkten sich diese Zukunftsinvestitionen, die sich in einem erhöhten Personalaufwand und sonstigen betrieblichen Aufwendungen widerspiegeln, entsprechend auf das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern – EBIT) aus, während kalkulatorische Währungsverluste, die mit dem gefallenen Kurs des Brasilianischen Reals gegenüber dem Euro einhergingen, das EBIT zusätzlich belasteten. Im Geschäftsjahr 2014/2015 belief sich das EBIT auf TEUR 630 (Vorjahr: TEUR 1.252). Bereinigt um diese nicht realisierten Bewertungsverluste aus dem Brasiliengeschäft belief sich das rein operative Ergebnis auf TEUR 1.269 (Vorjahr: TEUR 1.403). Unter der Annahme, dass sich die wirtschaftliche Situation in Brasilien sowie der zeitlich verzögerte Anlaufprozess verschiedener Neukunden positiv entwickeln würden, hatte der Vorstand ursprünglich mit einer kontinuierlichen Steigerung des EBIT für das Geschäftsjahr gerechnet.

Der vollständige Geschäftsbericht 2014/2015 wird am 16. September 2015 veröffentlicht.

Quelle: Kromi Logistik

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