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Neues Ausbildungsjahr: Kraftfahrer haben mehr denn je beste Berufsaussichten

Bei der mittelständischen Speditionsgruppe IHRO mit Hauptsitz in Neuenstein (Hohenlohe) haben im August sieben junge Menschen neu eine Berufsausbildung begonnen – aber genauso viele Ausbildungsplätze blieben bisher unbesetzt.

Insgesamt bildet das familiengeführte Unternehmen 18 Frauen und Männer in vier verschiedenen Berufsfeldern aus. „Wir sind überall gut besetzt, aber bei den Berufskraftfahrern und Mechatronikern würden wir gerne noch deutlich mehr ausbilden“, sagt Speditionschef Kai Ihro. Denn das Unternehmen wächst nicht zuletzt deshalb sehr stark, weil es auf eigene Fahrer und einen eigenen Spezialfuhrpark setzt. 2014 stieg der Umsatz um mehr als 15 Prozent. „Tatsächlich sind die Aussichten für Berufskraftfahrer besser denn je, und die Löhne werden in den nächsten Jahren voraussichtlich überdurchschnittlich steigen.“

Der Beruf zieht laut Ihro viel stärker als bisher auch Frauen an. „LKW sind heute High-Tech-Anwendungen, die beispielsweise computer- und satellitengesteuert Gas geben, schalten oder bremsen können. Für diese Technik begeistern sich nach wie vor zwar deutlich mehr Männer als Frauen, aber wir haben immer wieder auch Frauen in der Fahrerschaft. Und wir haben mit ihnen gute Erfahrungen gemacht.“ Auch unter den drei neuen Berufskraftfahrer-Azubis ist eine Frau. Stephanie Plank hat ihre Ausbildung bereits im Juni begonnen. Nach den ersten Wochen haben sich ihre Erwartungen mehr als erfüllt: „Ich arbeite jetzt erst einmal in der Werkstatt, bis ich meinen Führerschein habe“, sagt die junge Frau. „Aber das ist sehr gut, denn man muss als Lkw-Fahrer ja auch über Wartung und Reparaturen Bescheid wissen, außerdem ist es eine gute Abwechslung, nicht nur Fahrschule zu machen und zu büffeln, sondern auch in der Werkstatt mit anpacken zu können.“

Neben Berufskraftfahrern bildet die Spedition IHRO Kaufleute für Spedition- und Logistikdienstleistungen, Kfz-Mechatroniker sowie Studenten der Dualen Hochschule mit Schwerpunkt Transport und Logistik aus. „Nahezu alle Azubis, die ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, erhalten von uns das Angebot einer unbefristeten, festen Anstellung“, erläutert Ihro. „So eine Joboption ist für viele eine Beruhigung und hilft Ihnen, sich ganz auf ihre Ausbildung konzentrieren zu können.“ Daneben kümmert sich IHRO um ein großes Problem, dass nahezu alle Azubis in den Boom-Regionen Baden-Württembergs betrifft. „Wer nicht zu Hause bei den Eltern wohnen kann oder will, tut sich oft extrem schwer, eine bezahlbare Wohnung zu finden.“ Die Spedition unterhält daher ein ganzes Haus, in dem Azubis, aber auch Mitarbeitern, die neu im Unternehmen anfangen, Zimmer und Wohnungen angeboten werden. „Natürlich haben wir nicht für alle jederzeit die passende Wohnung“, so Kai Ihro. „Aber gerade, wenn neue Mitarbeiter von außerhalb kommen, oder sich bei Azubis die Pläne einer Wohngemeinschaft zerschlagen haben, sind sie sehr froh, dass wir Ihnen zumindest eine Übergangslösung anbieten können, damit sie den Job antreten können und vor Ort Zeit haben, eine andere, eigene Wohnung zu finden.“ Zahlreiche Azubis, hätten auch schon ihre gesamte dreijährige Ausbildung im IHRO-Haus gewohnt, in dem derzeit 6 Mitarbeiter, teilweise mit Familien untergebracht sind.

Quelle: IHRO

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