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Postnord-Untersuchung: E-Commerce wächst in Deutschland und Europa und wird immer internationaler

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Im vergangenen Jahr kauften die Konsumenten in zwölf europäischen Ländern Produkte im Wert von insgesamt fast 180 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von etwa zehn Milliarden Euro im Vergleich zum Jahr davor, zeigt der Bericht „E-Commerce in Europa“ von Postnord.

Immer mehr Menschen in Europa kaufen regelmäßig im Internet ein und geben dabei zunehmend mehr Geld aus. Parallel dazu wird das Geschäft zunehmend internationaler – mehr und mehr Menschen bestellen in anderen europäischen oder auch in außereuropäischen Ländern. Es sind elf Millionen europäische Konsumenten mehr, die im Vergleich zum Jahr davor auf ausländischen Websites eingekauft haben. In Skandinavien beträgt der Anteil der Auslandsbesteller gar sieben von zehn. Damit liegen die Nordeuropäer noch vor den Verbrauchern in Großbritannien (58 Prozent) und in Deutschland (53 Prozent).

„Wir haben keine Angst mehr, auch online in anderen Ländern zu bestellen. Die Ländergrenzen sind heute durchlässiger als früher; zudem ist der Einkauf im Netz genauso selbstverständlich geworden wie der in einem echten Geschäft. Außerdem will man als Verbraucher ein größeres Sortiment, mehr Marken, bessere Angebote und niedrigere Preise genießen. Und dies kann man, wenn man auch auf ausländischen Websites bestellt“, sagt Michael Hofer, Managing Director von Direct Link Worldwide Deutschland. Direct Link sorgt für grenzenlose Lösungen im Onlinehandel mit globalen Lieferungen und gehört zum skandinavischen Logistikunternehmen Postnord.

In einigen europäischen Ländern ist die Internetversorgung noch relativ schlecht, vor allem in Italien und Polen. Es ist zu erwarten, dass mit zunehmendem Ausbau der Breitbandnetze der E-Commerce – auch über Ländergrenzen hinweg – weiter steigen wird. Das Zuwachspotenzial des Onlinehandels aus dem Ausland wird deshalb als bedeutend angesehen, zumal das Kaufverhalten der Konsumenten immer ausgereifter wird. Die Briten haben durchschnittlich Waren für 1028 EUR pro Person bestellt und lagen damit in der Untersuchung an der Spitze. Weiter unten in der Liste werden die Beträge deutlich niedriger – zum Beispiel gaben die Skandinavier 549 EUR und die Italiener 295 EUR aus.

Beliebteste Onlinewaren heute und morgen

Egal welches europäische Land man betrachtet, so liegen stets Bekleidung und Schuhe, Haushaltselektronik und Bücher vorn. Lebensmittel sind allerdings auf dem Vormarsch. Diese online zu kaufen, ist in Großbritannien am stärksten verbreitet, aber auch in Frankreich und in Deutschland bestellen recht viele Verbraucher Lebensmittel im Internet.

Der Anteil der Onlinekäufer von Kosmetika, Haut- und Haarpflege steigt; auch hier liegt Großbritannien an der Spitze. Dort haben 27 Prozent der Bevölkerung in dieser Kategorie online bestellt. Nicht nur in den Niederlanden, wo der Anstieg am stärksten ist, sondern überhaupt in den meisten Ländern wächst die Kategorie Sport und Freizeit. Am größten ist dieser Bereich jedoch weiterhin in Deutschland (24 Prozent).

Starke Unterschiede bei Zahlungsweise und Lieferdauer

Die Gewichtung eines niedrigen Preises ist von Markt zu Markt verschieden; am wichtigsten ist dieses Kriterium in Italien (59 Prozent) und in Spanien (54 Prozent). Welche Zahlungsmöglichkeiten bei Onlineeinkäufen bevorzugt werden, unterscheidet sich von Land zu Land. Die Zahlung mit Debit- oder Kreditkarte ist jedoch in den meisten Märkten beliebt. In vielen europäischen Ländern werden auch PayPal und ähnliche Angebote geschätzt; nur in Skandinavien und in Belgien verwenden lediglich ein Fünftel der Verbraucher solche Dienste.

Ebenfalls von Land zu Land unterschiedlich ist, wie lange die Konsumenten bereit sind, auf die online bestellte Ware zu warten. In den Niederlanden hat man die höchsten Erwartungen: Rund ein Drittel der Befragten gab an, die Lieferung solle innerhalb von ein bis zwei Tagen eintreffen; dieser Anteil ist doppelt so hoch wie in Großbritannien, Deutschland und Belgien und dreimal so hoch wie der in Skandinavien, Frankreich, Spanien und Italien. Die Verbraucher in Skandinavien und in Spanien können sich gar vorstellen, sechs oder mehr Arbeitstage lang auf eine Lieferung zu warten.

In allen Märkten ist ein sehr großer Anteil der Onlinekonsumenten der Ansicht, dass ein einfaches Handling von Retouren wichtig für die Kaufentscheidung ist. Der Anteil derjenigen, die online bestellte Waren schon einmal zurückgesendet haben, schwankt stark zwischen den Märkten. Als Trend wird deutlich, dass Retouren in ausgereiften Märkten üblicher sind – so ist der Anteil in Deutschland am größten, es folgen die Niederlande und Großbritannien. Gleich ist jedoch in allen Märkten, dass der überwiegende Anteil an Rücksendungen Bekleidung und Schuhe betrifft. Der zweite Rang – Haushaltselektronik – liegt weit dahinter.

Über die Untersuchung

Mit „E-Commerce in Europa“ legt Postnord nach 2014 zum zweiten Mal die Ergebnisse einer Untersuchung des europäischen Onlinemarktes vor. Der Bericht gründet sich auf Interviews mit rund 11.000 privaten Konsumenten zwischen 15 und 79 Jahren, die im jeweiligen Land repräsentativ ausgewählt wurden. Durchgeführt wurde die Untersuchung in Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Schweden und Spanien vom Meinungsforschungsinstitut Nepa. Die Anzahl der Befragten schwankt leicht von Land zu Land; in den meisten Ländern wurden jeweils etwa 1000 Personen ausgewählt. Eine Ausnahme ist Skandinavien: Die nordischen Länder werden als Sammelregion dargestellt, und hier wurden pro Land rund 600 Personen befragt.

Quelle + Bildquelle: Postnord

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