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Seehafen Rotterdam wird Mitglied im BDB

Seit Anfang vergangener Woche ist der Seehafen Rotterdam Mitglied im Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt e.V. (BDB). Der Vereinsvorstand votierte einstimmig für die Aufnahme Rotterdams in den BDB, der als Branchenverband die Interessen der gewerblichen Güter- und Fahrgastschifffahrt in Deutschland vertritt.

Für den BDB ist diese Entwicklung ein weiterer wichtiger Schritt bei der zukünftigen strategischen Ausrichtung des Verbandes als kompetenter Ansprechpartner für das gesamte System Wasserstraße. Hierzu erklärt BDB-Präsident Martin Staats: „Die Zusammenarbeit  des BDB mit dem Hafen Rotterdam verläuft schon seit geraumer Zeit äußerst konstruktiv und erfolgreich. Wir verfolgen beide gemeinsam das Ziel einer stärkeren Nutzung der besonders umweltfreundlichen Binnenschifffahrt, um die ständig wachsenden Gütermengen zu bewältigen. Rotterdam kommt dabei bereits heute eine Schlüsselfunktion für die Binnenschifffahrt zu, die sich in Zahlen darstellen lässt: Er spielt eine wesentliche Rolle beim Zustandekommen des deutsch-niederländischen Handelsvolumens von 169 Mrd. Euro – eines der größten Handelsvolumen der Welt. Rund 65 Prozent des Containervolumens im Hafen Rotterdam – insgesamt 12,3 Mio. TEU in 2014 – gehen in das deutsch-niederländische Hinterland oder kommen von dort. Jährlich fahren etwa 110.000 Binnenschiffe in den Hafen Rotterdam ein. Bis 2035 soll der modal split der Binnenschifffahrt dort auf 45 Prozent anwachsen; der LKW-Hinterlandverkehr soll im gleichen Zeitraum von 45 Prozent auf 35 Prozent reduziert werden. Mit der verbindlichen Vorgabe des modal splits der Binnenschifffahrt in der Maasvlakte 2 werden aktiv Maßnahmen zur nachhaltigen Entwicklung dieses Verkehrsträgers ergriffen. Aufgrund dieser Bedeutung für unsere Branche lag es auf der Hand, die bisherige sehr gute Kooperation nun in Form einer Mitgliedschaft bei uns im Verband zu festigen.“

Wouter van Dijk, Manager Logistik des Hafens Rotterdam: „Das Wasser schafft eine solch starke Verbindung zwischen Deutschland und dem Rotterdamer Hafen, dass es eine logische Folge war, die Zusammenarbeit auf diese Weise weiter zu intensivieren und gemeinsame Themen anzugehen, wozu die Beachtung der Binnenschifffahrt seitens der deutschen Politik und die Umsetzung der Nachhaltigkeit der Binnenschifffahrt zählen. Der BDB ist für uns ein wichtiger Partner, der gut im ‚Markt‘, jedoch ebenfalls in der deutschen Politik verankert ist – sowohl auf Bundes- als auch auf Bundesländerebene. Er verfügt über viel Sachkenntnis hinsichtlich der Gesetz- und Verwaltungsvorschriften und ist gut über die Entwicklungen in der Branche informiert. Zudem kann er dies einerseits in an seine Mitglieder gerichtete Informationen und andererseits in eine an die Politik und die Behörden gerichtete Lobbystrategie umsetzen.“

Quelle: BDB

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