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Gerry Weber: Neues Logistikzentrum planmäßig in Betrieb genommen

Gerry Weber: Logistikzentrum Halle/Westfalen

Das neue Logistikzentrum von Gerry Weber in Halle/Westfalen hat am 15. Dezember planmäßig und nach nur zwanzigmonatiger Bauzeit seinen Betrieb aufgenommen. Damit startet eine etwa sechsmonatige Hochlaufphase, in der stufenweise die Kapazitäten im neuen Logistikzentrum erhöht werden. In den kommenden Monaten werden weitere Nebenfunktionen zugeschaltet, um die einzelnen Logistikprozesse noch weiter zu optimieren. Unter Volllast wird das Logistikzentrum ab Sommer 2016 laufen und bis zu 30 Millionen Teile jährlich umschlagen. Die Kapazität kann bei Bedarf bis auf 37 Millionen Teile pro Jahr erhöht werden.

Dr. David Frink, Vorstand der Gerry Weber International AG und u.a. zuständig für den Bereich Logistik: „Mit unserem neuen Logistikzentrum werden die derzeit dezentral angelegten Logistikstrukturen an den heutigen Standorten in Ibbenbüren, Osnabrück, Brockhagen und Dortmund aufgelöst und nunmehr optimiert an einem Standort gebündelt. Die sich derzeit noch in getrennten Logistiklagen und bei unterschiedlichen Logistikpartnern befindenden Hänge- und Liegewaren werden in den kommenden Monaten sukzessive im neuen Logistikzentrum zusammengeführt.“

„Insgesamt können wir die Auslieferungen an unsere Kunden und in die einzelnen Stores einfacher handhaben und Ware gezielter steuern, aber vor allem die zeitlichen Abläufe optimieren. Die zentrale Zusammenführung in ein Lager ermöglicht es uns, auch auf kurzfristige Trends optimal reagieren und unsere Waren noch schneller auf die einzelnen Flächen bringen zu können,“ so Frink weiter.

Zurzeit nutzt Gerry Weber für alle Marken inklusive Hallhuber sieben Logistiklager. Die Einbindung von Hallhuber in die Logistik der Gerry Weber-Gruppe wird ab Sommer 2016 starten, nachdem zuerst alle Gerry Weber-Marken im neuen Logistikzentrum integriert worden sind.

Das neue Logistikzentrum der Gerry Weber International AG am neuen Wirtschaftsstandort Ravenna Park ist mit einem Investitionsvolumen für Technik und Gebäude in Höhe von etwa 90 Millionen Euro die größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte des international tätigen Mode- und Lifestylekonzerns. Die offizielle Eröffnungsfeier findet im Frühjahr 2016 statt.

Jürgen Dietsch, Projektleiter des Bauprojektes: „Ich bedanke mich bei allen Firmen und Dienstleistern, die über die 20 monatige Bauzeit alles dafür getan haben, das Großprojekt in diesem kurzen Zeitraum zu realisieren. Auch mit den verschiedenen Gewerken haben wir Hand in Hand gearbeitet und kurzfristige Entscheidungen direkt umsetzen können. Alle beteiligten Logistikfirmen haben mit einem hohen Arbeitseinsatz und auch unter erschwerten Bedingungen alles dafür getan, um die Inbetriebnahme termingerecht umzusetzen.“

Mit dem Spatenstich im Rahmen der Grundsteinlegung im April 2014 wurden die Arbeiten am Baugrund für das Großprojekt eingeleitet. Im September 2014 begannen die Arbeiten am Rohbau und nachdem am 19. Februar 2015 das Richtfest gefeiert worden war, wurden bereits im März die ersten Logistikeinbauten vorgenommen. Die Testphase wurde bereits im Sommer 2015 mit der Durchführung der ersten EDV-Tests eingeleitet, erste Tests mit der Fördertechnik fanden im Oktober 2015 statt.

Das 36 Hektar große Areal um den neu erschlossenen Wirtschaftsstandort Ravenna Park, auf dem sich sowohl das neue Logistikzentrum der Gerry Weber-Gruppe als auch das neue Gerry Weber-Outletcenter befinden, wird zukünftig über einen direkten Anschluss an die sich im Endausbau befindliche Autobahn A33 verfügen (voraussichtlich Ende 2019). Damit wird das neue Logistikzentrum nicht nur an die Städte Bielefeld und Osnabrück, sondern auch an die wichtigen Nordsüd- und Ostwest-Achsen, die Autobahnen A1 und A2, bestens angebunden sein.

Dr. David Frink weiter: „Die Ansiedlung des Logistikzentrums führt zu einer langfristigen Sicherung des Konzernsitzes in Halle/Westfalen und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region.“

Gerry Weber und IG Metall vereinbaren Logistiktarifvertrag

Weiterhin haben Gerry Weber und die für die Textilbranche zuständige Gewerkschaft IG Metall für das Logistikzentrum einen Tarifvertrag vereinbart und sich gleichzeitig auf eine Ergänzung zum Lohn- und Gehaltsrahmentarifvertrag geeinigt. Dabei finden die tariflichen Bedingungen in allen Verträgen von tarifgebundener und gewerblicher Mitarbeiter ihre Anwendung. Mit dem neuen Logistikzentrum in Halle/Westfalen schafft die Gerry Weber International AG 300 neue Arbeitsplätze.

Dazu Manfred Menningen, IG Metall-Vorstandsmitglied: „Die IG Metall begrüßt, dass Gerry Weber die Logistik in Form des Zentrallagers wieder selbst organisiert und durchführt. Die Erhöhung der Wertschöpfung wird das Unternehmen zukunftsfähiger aufstellen. Wir als IG Metall sind davon überzeugt, dass Werkverträge oft auch Abstimmungs- und Qualitätsprobleme bedeuten. Weiterhin entstehen neue Arbeitsplätze in der Region, die tariflich abgesichert sind. Dies schafft Sicherheit für die Beschäftigten.“

Dr. David Frink ergänzt: „Die Gespräche mit der IG Metall waren von Anfang an sehr zielorientiert und wir freuen uns, dass wir die etwa 300 zu besetzenden Arbeitsplätze im Neubau Logistikzentrum von Anfang an tariflich absichern können.“ Die Einigung erfolgte im Juli 2015.

Quelle + Bildquelle: Gerry Weber

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