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Chinesischer Investor übernimmt Elektro-Lkw-Anbieter EFA-S

EFA-S 2016-halle-neu_lr Foto: EFA-S

Die Beijing Zhonghuan Investment Management Co., Ltd. hat mit 75 Prozent der Anteile die Mehrheit an der Elektro Fahrzeuge Stuttgart GmbH (EFA-S) im baden-württembergischen Zell unter Aichelberg übernommen. Das geht aus einer aktuellen Pressemitteilung von EFA-S hervor.

Das mittelständische, schwäbische Unternehmen ist auf Entwicklung, Umbau und Produktion von Pkw und Lkw mit Elektroantrieb spezialisiert und hat bereits mehr als 100 Fahrzeuge mit bis zu 7,5-Tonnen Gesamtgewicht mit umweltfreundlichen Elektroantrieben ausgestattet. Größter Anwender ist bislang der Paket- und Expressdienst UPS. Mit Hilfe des neuen Investors will EFA-S den eingeschlagenen Wachstumskurs wesentlich beschleunigen. So wurde im Sommer 2015 Elektro Orten als Vertriebspartner gewonnen. Die Firma – Teil des Unternehmensgruppe Orten, die europaweit Spezialaufbauten für Lkw herstellt – baut für EFA-S ein europäisches Vertriebs- und Servicenetz auf und aus. Nun wird am Stammsitz von EFA-S die Produktionskapazität erweitert. Ab April steht eine neue Produktionshalle zur Verfügung, mit der die derzeitige Produktionsfläche vervierfacht wird. Die Belegschaft soll sich mehr als verdoppeln. Dafür werden derzeit Entwicklungsingenieure und Mechatroniker gesucht.

„Mit unserem neuen Hauptgesellschafter konnten wir einen strategischen Partner gewinnen, der die weltweite Automobilbranche sehr gut kennt und die Entwicklung von EFA-S massiv vorantreiben will“, sagt Bastian Beutel, Geschäftsführer von EFA-S. „Die Pläne sehen vor, bis 2019 zunächst jährlich einen siebenstelligen Eurobetrag in den Ausbau von Entwicklung und Fertigung in Deutschland zu stecken.“ Die bestehenden Flächen in Zell werden künftig ausschließlich für die Entwicklung neuer Umbauvarianten und Spezialfahrzeuge genutzt. Die bisher im Wesentlichen über einen Montagepartner laufende Fahrzeugumrüstung soll ab April in der neuen Montagehalle erfolgen, die nur wenige hundert Meter vom Entwicklungszentrum entfernt liegt. „Wir sehen in der Elektromobilität, insbesondere bei Nutzfahrzeugen, auch in Europa ein sehr großes Potenzial und setzen dafür auf Qualität made in Germany“, sagt Li Jingyu, Chef des Beteiligungsunternehmens Zhonghuan und General Manager bei der börsennotierten Beijing WKW Automotive Parts Co., Ltd.. Der Automobilzulieferer, der aus einem deutsch-chinesischen Joint Venture hervorgegangen ist, beschäftigt 8.000 Mitarbeiter und beliefert Automobilhersteller in China und Europa.

Quelle: EFA-S

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