Newsticker

Hafen Antwerpen strukturiert mit B-Logistics Verteilerverkehre neu

Railport Antwerpen: Logo

Mit einem Pilotprojekt will Railport Antwerpen die Verteilerverkehre im Hafen neu strukturieren. Das Projekt wird im April in einem begrenzten Gebiet am rechten Schelde-Ufer starten und zwei Jahre laufen. Nach einer Auswertung der Erfahrungen wird darüber entschieden, ob das Projekt auf andere Teile des Hafens ausgedehnt wird. Gegenwärtig werden täglich hunderte einzelner Wagenladungen zwischen dem Rangierbahnhof Antwerpen Nord und verschiedenen Firmen im Hafengebiet transportiert.

Zusammen mit der Bahn, der Industrie und Hafennutzern will Railport die zentrale Funktion des Verteilerverkehrs wiederbeleben. Der Transport von individuellen Wagenladungen zu verschiedenen Zielen ist unter anderem für die chemische Industrie oder Stahl von besonderer Bedeutung.

Kostensparen durch einen gemeinsamen Hafenbahnbetreiber

Jetzt hat Railport ein neues Pilotprojekt ins Leben gerufen, um die Vorteile eines spezialisierten, neutralen Hafenbahnbetreibers zu testen. Dieser Betreiber soll den Verteilerverkehr im Hafen Antwerpen regeln und wird für alle Bahnunternehmen und örtlichen Firmen zur Verfügung stehen. Er bietet allen Eisenbahngesellschaften, die bislang eigenständig den Transport der Güterwagons zu den Hafenunternehmen und Terminals organisieren mussten, diese Dienstleistung inklusive Rangieren an.

„Die Schiene ist ein äußerst sicherer und nachhaltiger Transportweg und eignet sich auch für relativ kleine Volumen pro Ziel. Dieses Pilotprojekt ist ein Schritt in die richtige Richtung für die Entwicklung eines spezialisierten Angebots, das die Anforderungen der Chemie-Unternehmen im Antwerpener Hafengebiet erfüllt. Wir sind überzeugt, dass effizienter Frachttransport über die Schiene die Wettbewerbsfähigkeit dieser Unternehmen steigern kann“, sagt Yves Verschueren, Managing Director bei Essenscia, dem Verband der belgischen Chemieindustrie und Biowissenschaften.

Das Rangieren von Schienenwagons im Hafengebiet erfordert hochspezialisierte Ausrüstung und Personal, was zusätzliche Kosten verursacht. „Diese Zusatzkosten sind manchmal so hoch, dass es sich für einzelne Bahnunternehmen nicht mehr lohnt, diese Dienstleistung anzubieten. Auch lohnt es sich für den Kunden oft nicht mehr, die Schiene zu nutzen“, erklärt Koen Cuypers, Projektleiter der Antwerp Port Authority. „Wir wollen dieses Problem lösen, indem wir verstärkt Sendungen zusammenlegen. Dies kann auch zu einem dynamischeren Markt für Langstreckentransporte führen.“

Nach einem ausführlichen Auswahlprozess hat Railport B-Logistics als Partner für die Umsetzung seines Pilotprojekts ausgewählt. B-Logistics wird sein Transportnetz im Hafen auch anderen Bahnbetreibern zugänglich machen. Ebenso werden in den Prozess der Verbesserung weitere Bahnunternehmen, der belgische Streckenbetreiber Infrabel, die örtliche Industrie sowie diverse Hafenunternehmen einbezogen.

„Es ist unabdingbar, die Neutralität des Betriebs in diesem Pilotprojekt zu gewährleisten“, betont Stephan Vanfraechem, Manager von Alfaport. „Schließlich werden die Bahnunternehmen die Dienstleistungen eines potenziellen Wettbewerbers nutzen. Wir haben von B-Logistics entsprechende Zusagen erhalten.“ Alfaport ist eine Plattform für und von Firmen- und Industrieverbänden im Hafen Antwerpen innerhalb der Voka (Handelskammer Antwerpen-Waasland).

Quelle + Bildquelle: Antwerp Port Authority

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*