Newsticker

DPD beteiligt sich an Feldversuch zur intelligenten City-Logistik

City-Logistik 2.0 in Nürnberg: Die KEP-Unternehmen DPD und GLS prüfen unter wissenschaftlicher Leitung der Technischen Hochschule Nürnberg den Einsatz von Mikro-Depots und Lastenrädern in der Innenstadt sowie in einem Wohngebiet. Unterstützt wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr sowie von der IHK Nürnberg für Mittelfranken und der Stadt Nürnberg. Der offizielle Startschuss zu diesem Pilotprojekt fiel am vergangenen Freitag in Nürnberg.

Das „Pilotprojekt zur nachhaltigen Stadtlogistik durch KEP-Dienste mit dem Mikro-Depot-Konzept auf dem Gebiet der Stadt Nürnberg“ soll innovative Lösungen für die sogenannte „letzte Meile“ erarbeiten und anschließend in der Praxis erproben. Bei zwei räumlich getrennten Feldversuchen sollen Pakete für Einzelhandel und Endkunden in zentral gelegenen Containern, Fahrzeugen oder Immobilien deponiert werden. Von dort nutzen die Zusteller emissionsfreie Alternativen wie zum Beispiel Lastenfahrräder oder Sackkarren. Dies führt zu einer effizienten Entlastung hochfrequentierter Zustellbezirke.

Ziel der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr als Hauptförderer des Projektes ist es, gerade für die „letzte Meile“ innovative und ökologisch tragfähige Lösungen zu entwickeln, um die verkehrlichen Belastungen zu reduzieren. Weitere Geldgeber sind die Stadt Nürnberg und die Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken.

Dr. Michael Fraas, Wirtschaftsreferent der Stadt Nürnberg, unterstreicht die Bedeutung innovativer Citylogistik-Konzepte als wichtige Voraussetzung für einen zukunftsfähigen Einzelhandel in der Innenstadt: „In Zeiten veränderter Verbrauchergewohnheiten und aufgrund der Herausforderungen des zunehmenden Online-Handels muss der stationäre Einzelhandel die Chance haben, seiner Kundschaft die Ware schnell und kurzfristig bereitzustellen. Hier spielen die KEP-Dienste eine Schlüsselrolle. Unser Pilotprojekt ist ein wichtiger Zukunfts-Baustein für den Einzelhandel in der City und damit für eine lebendige Innenstadt.“

Projektleiter Prof. Ralf Bogdanski ergänzt: „KEP-Dienstleistungen sind eine unverzichtbare Grundversorgung der Stadt und sichern damit auch eine lebendige Einzelhandelskultur. Das Mikro-Depot-Konzept mit der fußläufigen Zustellung und dem Einsatz von Lastenfahrrädern erfüllt die ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitsziele von Kommunen, KEP-Diensten und Handel in sehr hohem Maße. Besonders stolz sind wir, dass sich mit DPD und GLS gleich zwei wichtige Player im Paketgeschäft an einem gemeinsamen Pilotprojekt beteiligen.“

Gerd Seber, Group Manager Sustainability & Innovation bei DPD, erklärt: „Eine intelligente City-Logistik ist notwendig, um auch weiterhin den innerstädtischen Handel mit Waren zu versorgen und die Bewohner der Stadt mit dem weltweiten Online-Handel zu verbinden. Zustellkonzepte auf Basis von Mikro-Depots können dabei eine sehr gute Antwort auf die Herausforderungen des wachsenden innerstädtischen Verkehrs sein.“ Bei DPD ist „Intelligente City-Logistik“ eine von vier Säulen der Nachhaltigkeits-Strategie DrivingChange™, die im Februar dieses Jahres für die gesamte internationale DPDgroup vorgestellt wurde.

Auf Basis umfassender Analyseergebnisse sollen die Mikro-Depots ab Sommer 2016 im täglichen Praxisbetrieb getestet werden. Nürnberg bot für das Projekt den idealen Standort. In einer umfangreichen Studie des Bundesverbandes Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) wurde die konzeptionelle Vorarbeit geleistet.

Quelle: DPD

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*