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Kukla baut Aktivitäten im Bereich Short-Sea-Shipping mit neuen See-Containern aus

Kukla: Container

Die auf multimodale Verkehre spezialisierte Spedition Robert Kukla hat jetzt weitere 100 palettenbreite 40 Fuß-Container angeschafft, mit denen im Vergleich zu herkömmlichen ISO-Containern 20 Prozent mehr Euro-Paletten befördert werden können. Mit diesem Behältertyp hatte der Münchner Logistikdienstleister bereits 2014 eine Lücke im Angebot der weltweit operierenden Reedereien geschlossen. Vor dem Hintergrund des interkontinentalen Behälterhandlings lassen sich Reedereien nicht auf regional unterschiedliche Container-Maße ein.

Die von Kukla gekauften Container eignen sich speziell für den europäischen Markt. Mit einer Innenbreite von 2,43 Metern anstelle der genormten 2,35 Meter eines ISO-Containers sind diese Behälter maßgeschneidert für Euro-Paletten. Das palettenbreite Innenmaß sorge nicht nur für 30 Stellplätze, sondern gewährleiste zugleich eine perfekte Ladungssicherung durch Formschluss. Ein 40 Fuß großer ISO-Container habe nur Platz für 25 Euro-Paletten, die zudem noch aufwändig gegen Verrutschen gesichert werden müssen.

Im Zuge einer ersten Testphase hatte Kukla bereits 2014 die ersten 20 Container gekauft, die seither vorrangig im Seeverkehr zwischen Thessaloniki und den Nordrange-Häfen Rotterdam, Antwerpen, Bremerhaven und Hamburg eingesetzt werden. Mit dem jetzt durchgeführten Kauf der 100 weiteren Container verstärkt Kukla sein Engagement im Bereich der Shippers Own Container (SOC) nochmals deutlich. „Mit unseren effizienten Containern wollen wir unsere marktführende Position im Bereich Short-Sea-Shipping weiter ausbauen“, erklärt Knut Sander, geschäftsführender Gesellschafter der Robert Kukla GmbH.

Dabei ist für Kukla der palettenbreite 40 Fuß-Container im Vergleich zum palettenbreiten 45 Fuß-Container eindeutig die bessere Wahl. In Levante – also in den Ländern am östlichen Mittelmeer – habe sich der 40 Fuß-Container klar durchgesetzt, was sich nicht zuletzt auch in den Frachtraum-Dimensionen widerspiegelt. Mit den 40 Fuß-Containern kann Kukla ohne Stauprobleme auf die volle Verschiffungsfrequenz der Deep-Sea-Carrier zugreifen. Zudem handelt es sich bei den vorwiegend aus Griechenland exportierten Gütern um relativ kompakte und schwere Ladung. Damit könnte die zusätzliche Kapazität eines 45 Fuß-Containers gar nicht genutzt werden, ohne die Gewichtsgrenze zu überschreiten. Die Folge sind verschwendeter Frachtraum und eine aufwändige Ladungssicherung.

Die für Euro-Paletten ungeeigneten Innenmaße von ISO-Containern hängen traditionell mit den unterschiedlichen Einheiten-Systemen in den USA und Europa zusammen. Die in der Geburtsstätte des Containers geltende Maßeinheit Inch verträgt sich nicht mit der Grundfläche einer Euro-Palette. Während in Nordamerika die Grundfläche einer Ladungseinheit 48 x 40 Inches beträgt, misst eine Euro-Palette 120 x 80 cm.

Quelle + Bildquelle: Robert Kukla

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