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Studie: Prozesse beim Transporteinkauf haben Steigerungspotenzial

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Eine neue Benchmark-Studie des BME ergab, dass der Gesamteinkauf effizienter aufgestellt ist als der Einkauf von logistischen Leistungen.

Die Effizienz der Prozesse im Einkauf von Transportdienstleistungen lässt im Vergleich zu den übrigen Beschaffungsfunktionen zu wünschen übrig. Das ergab der neue Benchmark „TOP-Kennzahlen im Einkauf von Transportdienstleistungen“, den der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) in Frankfurt veröffentlicht hat. In der neuen Publikation enthalten sind 20 Kennzahlen zur Effizienzbeurteilung der logistischen Beschaffung.

Fest gemacht werden konnte der Steigerungsbedarf an den Gesamtkosten, die in den Einkaufsabteilungen anfallen und bei Transportdienstleistungen im Mittelwert 2,2 Prozent des gesamten Transportvolumens ausmachen. „Der klassische Einkauf scheint hier deutlich besser aufgestellt“, zog Volkmar Klein, Leiter der Benchmarking-Services beim BME, einen Vergleich. In den übergeordneten TOP-Kennzahlen für den Gesamteinkauf hatte er zuvor festgestellt, dass der entsprechende Wert gemessen am Einkaufsvolumen nur bei 1,6 Prozent liegt.

Mit den „Einkaufsabteilungskosten vom Transportvolumen“ und 19 weiteren Kennzahlen setzt die neue Publikation einen Standard, um die eigenen Kosten und Prozesse im Logistikbereich individuell beurteilen und mit den Richtwerten von Best-in-Class-Unternehmen sowie dem Gesamteinkauf vergleichen zu können. „Mit dem Benchmark wollen wir  einen Beitrag zu mehr Transparenz leisten und Einkäufern aus dem Logistikbereich ein praktisches Werkzeug an die Hand geben“, betonte Volkmar Klein.

Die Kennzahlen wurden gemeinsam mit Einkaufs-, Logistik- und Supply Chain Managern ermittelt; sie erlauben Rückschlüsse auf Verbesserungspotenziale, die in der eigenen Einkaufsorganisation verborgen sind. Neben der bereits angesprochenen Kostenkennziffer sind weitere enthalten, die das Transportvolumen im Vergleich zum Umsatz und der Mitarbeiterzahl einordnen. Andere Richtwerte erlauben ein Urteil über die Reklamationsquote, die Kostenveränderung, die Bearbeitungszeit je Rechnung oder die grundsätzliche Einkaufsbeteiligung.

Quelle: BME

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