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Netzwerk Logistik Leipzig-Halle sieht Absage an Lang-Lkw kritisch

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Der Koalitionsvertrag von Sachsen-Anhalt hat dem Lang-Lkw eine Absage erteilt. Das Netzwerk Logistik Leipzig-Halle warnt deshalb vor negativen Folgen für die Transportwirtschaft in Mitteldeutschland. „Wir verspielen ohne Not Zukunftschancen, die jetzt anderenorts genutzt werden“, sagt Toralf Weiße, Vorstandsvorsitzender im Netzwerk Logistik Leipzig-Halle. Insgesamt 13 Bundesländer beteiligen sich am Test der Lang-Lkw.

Für die Spedition Emons, in ganz Deutschland an 42 Standorten aktiv, ist der jetzt in Mitteldeutschland entstandene Flickenteppich ein Hindernis. „Während in Sachsen und Thüringen auf ausgewiesenen Strecken getestet werden darf, schiebt Sachsen-Anhalt der modernen Technik einen Riegel vor. Wir hätten uns gern am Test der Lang-Lkw beteiligt, sind aber jetzt auch durch den Koalitionsvertrag ausgebremst worden. Wir finden diese Blockadehaltung bedauerlich, zumal wir überzeugt sind, dass sich die Vorteile des Lang-Lkw langfristig durchsetzen werden“, sagt Daniel Jakus, Niederlassungsleiter bei Emons in Leipzig.

Die im Koalitionsvertag genannten Argumente gegen die rund 25 Meter langen Lkw – Gefahren für Verkehrsteilnehmer, Schäden für Infrastruktur und Verhinderung von Transportverlagerung auf die Schiene – sind für Weiße nicht nachvollziehbar. Er hält entgegen: „Es handelt sich um Lkw der neuesten Generation mit besonders strengen und hohen Sicherheitsanforderungen an die Technik und an die Fahrer. Zudem ist das zulässige Gesamtgewicht von 40 Tonnen exakt das gleiche wie bei Standard-Lkw. Dank mehr Achsen wird das Gewicht aber besser verteilt und die Straßenbeanspruchung deutlich reduziert.“

Der Stadtverkehr wird durch die Lang-Lkw nicht beeinträchtigt, da der Einsatz auf ein ausgewähltes Straßennetz beschränkt ist und vornehmlich für den Transport zwischen logistischen Knotenpunkten sinnvoll ist. An solchen Knotenpunkten, wie etwa dem Güterverkehrszentrum Leipzig-Radefeld, findet zudem verstärkt der Umschlag zwischen Verkehrsträgern statt.

„Zwei Lang-Lkw können drei herkömmliche Lkw ersetzen. Das lohnt sich beim Kraftstoffverbrauch und führt zu sinkendenden CO2-Emissionen. Als Netzwerk für die Logistikbranche unterstützen wir den Lang-Lkw“, betont Toralf Weiße abschließend.

Quelle + Bildquelle: Netzwerk Logistik Leipzig-Halle

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