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Überkapazitäten bei sinkender Nachfrage stellen Aircargo-Branche vor große Herausforderungen

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn die Weltwirtschaft schwächelt, bekommt das die Luftfrachtbranche als eine der ersten zu spüren. Neben dem Rückgang der Frachtmengen übt die stetige Zunahme an Beiladefracht-Kapazitäten zusätzlichen Druck aus. Wie sich die Industrie auf diese veränderten Bedingungen einstellen kann, darüber diskutierten Vertreter der deutschen Aircargo-Branche mit Álvaro Carril, Vice President Marketing & Sales von LATAM Cargo, beim Aircargo Club Deutschland-Treffen am 21. Juni 2016. 

„Die intelligente Steuerung der Kapazitäten und ein Service, der an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtet ist sowie die gegebenen Versprechen auch einhält, sind für uns die zentralen Ansatzpunkte“, sagt Álvaro Carril, der den Cargo-Vertrieb der größten Airline-Gruppe in Südamerika verantwortet. Mit mehr als 320 Flugzeugen, darunter neueste Modelle wie der Airbus A350 und die Boeing 787-9, bedient LATAM mehr als 135 Destinationen. Die derzeitige Rezession in Brasilien, dem wirtschaftlich wichtigsten Land des Kontinents, trägt zusätzlich zu einer schwierigen Gemengelage bei. 

Niedrige Treibstoffpreise haben bei vielen Anbietern Anreize geschaffen, älteres Fluggerät wieder in Betrieb zu nehmen. „Um den schwierigen Rahmenbedingungen entgegenzuwirken, setzt LATAM Cargo derzeit primär auf eine optimale Ausnutzung der Bellykapazitäten der Passageflotte. Reine Frachter sollen bei uns nur bei konkretem Bedarf eingesetzt werden“, so Álvaro Carril. 

„Dass sich die internationale Luftfrachtbranche weiter verändern wird, sollte jedem klar sein. Davon ist in zunehmendem Maße auch der Standort Deutschland betroffen, der sich gegen die Konkurrenz behaupten muss“, sagt Winfried Hartmann, ACD-Präsident, und ergänzt: „Die Einblicke von Herrn Carril waren für unsere Mitglieder nicht nur im Hinblick auf den südamerikanischen Markt von großem Interesse.“ 

Quelle: Aircargo Club Deutschland

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