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Rotterdam-Bayern-Express vergrößert Marktanteil

EGS: Rotterdam-Bayern-Express

Der von der Europe Container Terminals (ECT)-Tochter European Gateway Services (EGS) und TX Logistik gemeinsam betriebene Rotterdam-Bayern-Express hat in der ersten Hälfte 2016 50 Prozent mehr Container transportiert als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres. Immer mehr süddeutsche Betriebe entdecken die Vorteile des Imports und Exports über den Rotterdamer Hafen.

Marilyne van Hoey Smith, Commercial Executive bei EGS, sieht in den Wachstumszahlen den Beweis dafür, dass sich der Rotterdam-Bayern-Express zu einem ausgereiften Produkt entwickelt hat. Seit September 2015 verkehren täglich Containerzüge zwischen München/Nürnberg und dem Hafen Rotterdam. Rotterdam ist dadurch für den süddeutschen Markt gut erreichbar – und umgekehrt.

„Wir ernten nun die Resultate unserer Anstrengungen der letzten zwei Jahre”, so Van Hoey Smith. „Neben der Tatsache, dass das Volumen unseres Kundenstamms zunimmt, haben wir neue Kunden und deren Ladung an uns gebunden. Unternehmen in Bayern sehen, dass unser Produkt auf dem Markt besteht. Darum leiten sie stets mehr Containerströme von den norddeutschen Seehäfen nach Rotterdam um. Die Tatsache, dass wir neue Kunden gewinnen, beweist, dass der Markt die Vorteile des Rotterdam-Bayern-Express erkennt.”

Kurze Transitzeit

Zwar gibt es keine Unterschiede zwischen der Dauer des schienengebundenen Transports nach Bayern über die norddeutschen Seehäfen und dem über Rotterdam. Der Rotterdam-Bayern-Express profitiert aber davon, dass Rotterdam für viele Tiefseereedereien der erste und letzte Anlaufhafen von Europa ist. Während ein Seeschiff nach der Anfahrt von Rotterdam zu den norddeutschen Häfen weiterfährt, sind die Container mit dem Rotterdam-Bayern-Express schon nach Süddeutschland unterwegs. Dies macht die Verbindung zu einer sehr wettbewerbsfähigen Alternative für den Import von Containern via Norddeutschland. In umgekehrter Richtung können Exportcontainer aus Süddeutschland mit einem späteren Zug abfahren und das Seeschiff in Rotterdam trotzdem noch zu erreichen. Das sorgt für mehr Flexibilität.

Die Route über Rotterdam bietet außerdem steuerliche Vorteile: Bei Importcontainern kann die Entrichtung der Umsatzsteuer aufgeschoben werden – bis zum Moment der Ablieferung beim Kunden.

Kapazitätsvergrößerung

Es gibt Raum für weiteres Wachstum auf der bestehenden Verbindung. Im nächsten Jahr kann auch noch die Frequenz oder die Zugkapazität erhöht werden. Van Hoey Smith: „Wir passen unser Angebot an die Nachfrage des Marktes an. Gegenwärtig untersuchen wir die Möglichkeiten, um unser Netzwerk in Deutschland zu vergrößern.” Auch der Kundenservice wird weiter verbessert. Für eine größere Kundennähe wurde im letzten Jahr ein Büro in München eröffnet. In der nächsten Zeit werden Buchungen automatisiert und Kunden bekommen die Möglichkeit, via e-tracking & tracing ihre Container zu verfolgen. Außerdem verbessert EGS die Rückkopplung von Information an Kunden. „Dabei haben wir als Tochterunternehmen von einem Terminaloperator den Vorteil, dass wir den ganzen Prozess aus einer Hand anbieten können”, so Van Hoey Smith.

Bayrolo

Auch durch die Bayrolo-Initiative ist die Marke „Rotterdam-Bayern-Express“ bekannter geworden. Während einer Bayrolo-Veranstaltung im März dieses Jahr hatten deutsche Spediteure die Gelegenheit, sich den Rotterdamer Hafen anzusehen und den Rotterdamer Logistiksektor kennenzulernen. Umgekehrt haben sich die Rotterdamer und bayerische Hafenwelt bereits öfters in Bayern getroffen, um sich über Bayrolo auszutauschen. An solchen Treffen nimmt auch der niederländische Zoll teil, um die kundenfreundlichen Zollabläufe in Rotterdam zu erklären. „Auch Veranstaltungen wie ‚Ocean Meets Rail‘ tragen dazu bei, dass der Rotterdamer Hafen in Süddeutschland eine immer prominentere Position bekommt. Nach dem überwältigenden Erfolg dieser Veranstaltung findet in Rotterdam am 28. Juni 2016 mit ‚Forwarders Meet Rail‘ eine Folgeveranstaltung statt.“

Quelle + Bildquelle: European Gateway Services / TX Logistik

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