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DSV testet emissionsfreien E-Wiesel von Kamag

DSV: Kamag E-Wiesel

Drei Wochen lang testete der Transport- und Logistikdienstleister DSV in Weilerswist den ersten elektrischen Wechselbrückenhubwagen „Wiesel“ von Kamag (TII Group). Das umweltfreundliche und geräuscharme Fahrzeug kam probeweise für den langjährigen DSV-Kunden dm-drogerie markt zum Einsatz – mit positiver Resonanz.

In einem dreiwöchigen Testlauf wurde der sogenannte „E-Wiesel“ im Warenausgang des Kombi-Verteilzentrums von dm-drogerie markt und im Volumenverteilzentrum von DSV in Weilerswist auf seine Eigenschaften geprüft. Das elektrische Fahrzeug bewegt nicht nur Wechselbrücken, sondern auch Auflieger – eine sinnvolle Kombination, da beide Aufbautypen auf den 37 Relationen im Einsatz sind, die täglich zur Belieferung der mehr als 1.800 dm-Märkte bedient werden. Jeden Tag verlassen ein- bis zweihundert Lkws das dm-Verteilzentrum in Weilerswist. Im Volumenverteilzentrum von DSV werden bis zu 50 Touren für den Fernverkehr und zusätzlich 40 Fahrzeuge für die Filialbelieferung im Nahverkehr beladen und abgefertigt.

Nachhaltige Lösung mit energieeffizientem Antrieb

Bei der Belegung der Verladetore sowie dem späteren Abziehen der beladenen Wechselbrücken und Auflieger sind die Elektrofahrzeuge rund um die Uhr im Einsatz. Mit einer Füllung der beiden Wiesel-Batterien kann der Wechselbrückenhubwagen ungefähr neun Stunden betrieben werden – bei nur fünf Stunden anschließender Ladezeit am 63A-Stecker. Die Einsatzzeiten werden verlängert, wenn das Fahrzeug während der Pausen des Fahrers am Stromnetz hängt – in einer Stunde werden 22 kW nachgeladen. Auch die Wiedergewinnung von Energie beim Bremsvorgang (Rekuperation) ist möglich und verringert obendrein Feinstaubbelastung und Druckluftverbrauch. Im Bedarfsfall verdoppeln zwei zusätzliche Batterien die Einsatzzeit.

Positiver Testlauf

Mit dem Testverlauf zeigten sich alle Beteiligten mehr als zufrieden. Fahrer Oleg Meyer nutzte den E-Wiesel während der Probephase täglich und ist von der neuen Technik begeistert: „Besonders angenehm ist die Ruhe im Führerhaus, da der Elektro-Motor beim Betrieb nicht zu hören ist. Jetzt kann man beim Fahren die Aufträge aus der DSV-Leitstelle besser verstehen, die per Funk durchgegeben werden.“ Konstantinos Almpanis von der mitwirkenden Firma Transport Almpanis GmbH sieht einen großen Vorteil in der Motorleistung: „Die Kraft des Elektroantriebs ist so stark, dass die Beschleunigung des Fahrzeugs fühlbar größer ist als beim Dieselmodell.“ Fahrer können zwischen zwei Optionen wählen: dem normalen ECO-Betrieb oder dem Powermodus – die Antriebsleistung steigt im Powermodus auf bis zu 156 kW an. Die Einsatz- und Batterieladezeiten des Fahrzeugs wurden ebenso ausgewertet wie der Stromverbrauch – mit vielversprechenden Ergebnissen in punkto Wirtschaftlichkeit und Effizienz. Harald Klöckner, DSV-Niederlassungsleiter in Weilerswist: „Wir sind an alternativen Antrieben sehr interessiert, und werden in Kürze auch unseren ersten Elektro-Lkw im Nahverkehr einsetzen. Es ist sehr gut, dass wir hier in Kooperation mit KAMAG einen realen Test des neuen Elektro-Wiesel durchführen können.“

Quelle + Bildquelle: DSV

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