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Mukran Port investiert in Umschlag von Agrargütern

Mukran Port: Schüttgutentladestelle

Im Mukran Port auf der Insel Rügen wurde am Mittwoch eine neue Schüttgutentladestelle für Eisenbahnwaggons offiziell in Betrieb genommen. Die Freigabe erfolgte unter anderem durch Mecklenburg-Vorpommerns Verkehrsminister Christian Pegel. Der Hafen hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Umschlagplatz für Agrargüter entwickelt. Allein in diesem Jahr sollen mindestens eine Million Tonnen in diesem Bereich über die Kaikante gehen. In 2016 wurden bereits über 60 Schiffe für internationale Getreidetransporte beladen.

Die rund 30 Meter lange, 15 Meter breite sowie sieben Meter hohe Entladestelle ist in rund neun Monaten errichtet worden. Die Betonkonstruktion (Bunker) und den Gleisanschluss (integriert in das vorhandene Normalspurnetz) hat der Hafen bereitgestellt. Die für den Getreideumschlag verantwortliche Viela Export GmbH hat das Gebäude sowie die notwendige Technik beigesteuert.

Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern: „Handel ist Wandel sagt man. Wer erfolgreich sein will, muss sich anpassen und weiterentwickeln. Am Standort Mukran passiert dies seit vielen Jahren beispielhaft. Die neue Schüttgutentladestelle ist ein Beleg für eine bislang erfolgreiche Entwicklung bei Agrargütern und eröffnet in dem Bereich weitere Perspektiven. Von der sprichwörtlich westlichsten Haltestelle der russischen Eisenbahn zu DDR-Zeiten bis hin zum modernen Logistik-Standort und Offshore-Servicestützpunkt war es ein weiter und nicht immer einfacher Weg, den man hier auf Rügen zurückgelegt hat. Mit der Hilfe des Landes und mit viel eigener Kraft hat man es geschafft und wird es weiter schaffen.“

Harm Sievers, Geschäftsführer Fährhafen Sassnitz GmbH, betont die Bedeutung des Neubaus für den Standort: „Der Umschlag von Agrargütern hat sich zu einem wichtigen Standbein für den Hafen entwickelt. Zudem ist unsere Hafenbahn ‚Baltic Port Rail Mukran´ mit den Rangiertätigkeiten der Waggons betraut.“

Henning Bligenthal, Geschäftsführer Viela Export GmbH, sieht die Entwicklung im Mukran Port noch lange nicht am Ende: „Seit 2012 hat unser Geschäft hier im Hafen einen rasanten Anstieg erlebt und und ich sehe noch enormes Potenzial. In diesem Jahr liegen wir bislang über unseren eigenen Erwartungen. Unser gesetztes Ziel von einer Million Tonnen werden wir mindestens erreichen.“

Zweiter Bauabschnitt bis Ende des Jahres

Die Züge rollen Stück für Stück in die Schüttgutenladestelle und entladen die Agrargüter in den unterirdisch liegenden Bunker. Von dort aus findet die Verteilung — zunächst per Lkw — auf die umliegenden Lagerhallen statt. In einem zweiten Bauschritt werden bis Ende des Jahres Förderbänder installiert, über die der entsprechende Weitertransport automatisiert wird. Zurzeit wird die Kapazität einer zwischen den Liegeplätzen vier und fünf liegenden Getreidelagerhalle auf 30.000 Tonnen verdoppelt. Dieses Bauvorhaben soll Ende September dieses Jahres abgeschlossen sein. Die Viela Export GmbH ist aktuell mit bis zu 30 Mitarbeitern im Hafen aktiv.

Quelle + Bildquelle: Fabian Hoppe / Medienbüro am Reichstag

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