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Transportbotschafter e.V. zieht positive Zwischenbilanz

Im Juni 2012 rief TimoCom die Imagekampagne „Die Transportbotschafter“ ins Leben, aus der Ende 2012 der autarke, gemeinnützige Transportbotschafter e.V. hervorging. Seitdem bemüht sich der in Erkrath bei Düsseldorf ansässige Verein um mehr Akzeptanz für Lkw, ein besseres Branchenimage sowie Sicherheit auf Deutschlands Straßen und legt nun eine positive Zwischenbilanz vor.

Der Büroalltag für Alexander Schröder beginnt mit einem Blick ins E-Mail-Postfach. Er organisiert die Tätigkeiten des Vereins federführend und fungiert entsprechend als erste Kontaktperson für externe Anfragen. Fast täglich erwarten ihn Bestellungen für kostenlose Aufkleber in Pkw- und Lkw-Größe für die Programmpunkte „Hand in Hand durchs Land“ und „Achtung: Toter Winkel!“. Insgesamt 36.400 Aufkleber hat der Verein seit 2013 produziert – lediglich knapp 2.000 davon sind aktuell auf Lager. „Das macht uns schon stolz“, so Schröder. „Zu wissen, dass mehrere tausend Fahrzeuge in Deutschland mit diesen wichtigen Botschaften herumfahren, ist ein riesiges Kompliment.“ Zum Teil würden immer wieder dieselben Leute Großbestellungen machen und die Aufkleber an Kollegen verteilen, die sie unterwegs auf Rasthöfen treffen, erzählt er weiter. „Es zeigt, wie wichtig und vor allem wie richtig unsere Arbeit ist.“

Ein Blick in den online verfügbaren Veranstaltungskalender auf der neuen Internetseite der Transportbotschafter zeigt, mit wie viel Herzblut der Verein sein Programm in die Tat umsetzt. Gerade der Punkt „Toter Winkel-Schulung“ taucht auffallend häufig auf. „Seitdem wir im Sommer 2012 mit unserem TimoTruck bei der Schulung eines anderen Anbieters eingesprungen sind und die Presse davon berichtete, häuften sich die externen Anfragen“, sagt Schröder. „Binnen weniger Wochen wurde ‘Achtung: Toter Winkel!‘ zum Selbstläufer und ist es noch immer.“ Über 12.000 Kinder hat der Verein seit 2012 geschult und leistet damit einen wichtigen Beitrag im Punkt Unfallpräventionen. Erst Ende April dieses Jahres hätten sie auf einer Veranstaltung in Dormagen erfahren, dass nur zwei Tage zuvor in einem Nachbarort eine Radfahrerin in den toten Winkel eines rechtsabbiegenden Lkw geriet und tödlich verletzt wurde, erzählt der zweifache Vater weiter. „Man wird immer wieder an die traurige Notwendigkeit dieser Präventionsarbeit erinnert.“

Vor Kurzem nahm das Team übrigens vier Personen in seine Reihen auf, indem es sie zu „Transportbotschaftern“ ernannte. Claus Zimmermann (Polizei Kreis Neuss), Willi Kellershohn (Spedition Kellershohn GmbH & Co. KG), Frank Rattay (Verkehrsberater), Tanja Etzrodt (Polizei Köln) und die Transportbotschafter unterstützen sich von Beginn an gegenseitig bei „Toter Winkel-Schulungen“ und weiteren Verkehrssicherheits-Aktionen, „dieser Schritt war also eine logische Konsequenz aus der sehr guten, sehr erfolgreichen Zusammenarbeit und ein Dankeschön unsererseits an unsere Partner“, so Alexander Schröder.

Ebenso erfolgreich vermittelt der Verein sein Programm auch online über seinen Facebookkanal mit rund 9.900 Fans. Vor allem Inhalte zur Vereins-Säule „Leben mit Lkw“ verbuchen hohe Klickzahlen und Reaktionen. Die Bilderstrecke „Ohne Lkw ist alles leer.“ führt den Usern saisonal aufbereitet vor Augen, worauf wir ohne Lkw im täglichen Leben verzichten müssten. Neun Motive wurden seit 2014 veröffentlicht und erreichten mit bislang 250.000 Klicks große Zustimmung im Netz. Noch erfolgreicher ist allerdings eine Videostrecke mit dem Schlagwort „#Lkweg“ aus dem August und September 2015. Darin berichten die Transportbotschafter im Rahmen einer fiktiven Nachrichtensendung von einem ebenso fiktiven Lkw-Streik und dessen Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft. 619.000 Views und teils kontroverse Diskussionen unter den Videos machen deutlich, wie sehr die Thematik einen empfindlichen Nerv der Branche trifft und wie hoch Brancheninterne den Bedarf sehen, das Image zu verbessern.

„Wir machen weiter“, lautet entsprechend motiviert die Antwort von Alexander Schröder auf die Frage, wie es angesichts dieser guten Zwischenbilanz weitergeht. „Das Interesse an unserer Arbeit ist nicht nur aus der breiten Masse heraus sehr groß, sondern auch medial. Diese Multiplikator-Wirkung möchten wir natürlich auch in Zukunft nutzen.“ Dazu gehört unter anderem der Plan, ein Trainer-Konzept für die „Toter Winkel“-Schulungen zu testen und auf lange Sicht überregional zu etablieren. Außerdem soll auf den erfolgreichen Facebook-Kampagnen aufgebaut und somit der Fokus auf die Imageaufwertung der Branche gelenkt werden. „In der öffentlichen Wahrnehmung sind Lkw leider nach wie vor negativ behaftet“, weiß Schröder. „Umso wichtiger ist es, damit fortzufahren und mit positivem Input gegenzusteuern.“

Quelle: TimoCom

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