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In vier Schritten zum nachhaltigen Supply-Chain-Management

Knappe Ressourcen, hohe Compliance-Auflagen und verschiedene Stakeholder, die Transparenz einfordern: Unternehmen wie Bilfinger stehen in puncto Nachhaltigkeit gerade im Einkauf vor ständig wachsenden Herausforderungen. Zunehmend wird erwartet, dass Nachhaltigkeitsstrategien in der Beschaffung implementiert werden, mit der Unternehmen die gesamte Wertschöpfung von Grund auf verantwortungsbewusster gestalten – in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht. Der Einkauf von Bilfinger hat sich der Herausforderung erfolgreich gestellt und gibt nun wertvolle Tipps, wie diese gemeistert werden kann.

1. Eine detaillierte Stakeholder-Analyse durchführen
Im ersten Schritt gilt es zu ermitteln, wer ein Interesse daran hat, dass das Unternehmen nachhaltig wirtschaftet. Neben Kunden, Mitarbeitern, Eigentümern und dem Gesetzgeber zählen dazu oftmals auch NGOs, Interessenverbände oder die allgemeine Öffentlichkeit. Anschließend können die verschiedenen Gruppen nach definierten Kriterien Legitimität der Ansprüche und Dringlichkeit unterschieden und Grundzüge eines Risikomanagements fixiert werden. Das übergeordnete Ziel: ermitteln, wessen Ansprüche auf Transparenz und inhaltliche Ausrichtung einer nachhaltigen Unternehmensrichtlinie zu erfüllen sind, damit dem Unternehmen und seiner Umwelt kein Schaden entstehen.

2. Eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickeln
Aufbauend auf den Ergebnissen der Stakeholder-Analyse ist eine Nachhaltigkeitsstrategie zu erarbeiten, die von den Funktionen im Unternehmen adaptiert werden muss – unter anderem vom Einkauf. Für dezentralisierte Unternehmen, die wie Bilfinger über verschiedene Legal Entities in zahlreichen Regionen verfügen, kommt dieser strategische Schritt einer Weichenstellung für die globale Unternehmenskultur gleich. Unter anderem gilt es, den Mitarbeitern eine Einstellung zu vermitteln, die sie im Kontakt mit Lieferanten einsetzen.

3. Die Strategie in konkrete Handlungsanweisungen übersetzen
Elementar ist, dass die frisch ins Werk gesetzte Nachhaltigkeitsstrategie jeden einzelnen Einkäufer von ethischen Entscheidungen entlastet. In diesem Kontext zeigt sich, wie eng Nachhaltigkeit im Einkauf mit dem Thema Compliance verwoben ist. Der Bilfinger Einkauf hat dafür beispielsweise ein Auswahl- und Bewertungssystem für vertrauenswürdige Lieferanten implementiert. Eine typische Frage in diesem Kontext: Wie kann der Einkauf sicherstellen, dass seine Lieferanten geltende Nachhaltigkeitsstandards sowie Compliance-Vorgaben erfüllen und welche Rolle spielt dies in der Gesamtperformance des Lieferanten und des beauftragenden Unternehmens?

4. Stakeholder über das Engagement für mehr Nachhaltigkeit aufklären
Transparenz zu schaffen ist ressourcenintensiv. Dennoch sollte allen Interessengruppen vermittelt werden, inwiefern das jeweilige Unternehmen nachhaltig agiert und geltende Standards erfüllt. Außenstehende, die nicht über alle Informationen verfügen, neigen mitunter dazu, unrealistische Forderungen zu stellen – zum Beispiel, dass die komplette Lieferkette lückenlos überwacht werden muss. Insbesondere für Großunternehmen ist es sinnvoll, die Stakeholder aufzuklären, welche Aktivitäten in puncto Nachhaltigkeit verfolgt werden und wo die Grenzen der Machbarkeit liegen. Die daraus entstehende Glaubwürdigkeit stellt für das Unternehmen einen hohen Wert dar.

Quelle: Bilfinger

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