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Wein auf dem Rhein: Contargo transportiert Importweine per Binnenschiff ins Hinterland

Contargo: Weinlogistik

Derzeit genießen Gäste aus aller Welt am Rhein die Hochsaison der deutschen Weinkultur, während von ihnen unbemerkt Weine aus aller Welt flussaufwärts transportiert werden. Denn täglich bringen Binnenschiffe tausende Liter Importwein von den Nordseehäfen ins europäische Hinterland. Das Container-Hinterlandlogistik-Netzwerk Contargo transportiert auf dieser Route im Auftrag von Reedern und Spediteuren jährlich rund 1.500 Container mit Wein in Flexitanks und Flaschen.

Deutschland ist der weltweit größte Weinimporteur. Das Statistische Bundesamt nennt neben den europäischen Herkunftsländern Italien, Spanien und Frankreich auch außereuropäische Länder. 2015 verzeichnete die Behörde als wichtigste Lieferanten Südafrika mit 83 Millionen Litern, Chile mit 53 Millionen Litern und die Vereinigten Staaten mit 46 Millionen Litern Wein.

Ein Teil davon wird im Rotterdamer Hafen umgeschlagen und mit Binnenschiffen zu den Inlandterminals des Containerlogistikers Contargo am Rhein befördert. Für diese Weintransporte setzt Contargo spezielle Container ein. Südafrikanischer Wein wird beispielsweise vorwiegend in Tankcontainern befördert: „In Südafrika werden viele Tankcontainer für den europäischen Markt gebaut“, erläutert Arndt Puderbach, Leiter des Contargo-Terminals in Koblenz. „Für die Überführung nach Europa werden sie häufig mit Wein befüllt und im Seehafen direkt vom Seeschiff aufs Binnenschiff verladen. Nach dem Transport werden die Tankcontainer gereinigt und sind dann wieder für den Transport von anderen flüssigen Produkten einsetzbar.“

Glasfreier Transport

Allein am Terminal der Contargo Rhein-Main GmbH in Koblenz wurden 2015 rund 31 Millionen Liter Wein umgeschlagen. Am häufigsten wird der Rebensaft in Flexitanks befördert. Das sind aus Kunststofffolie hergestellte Verpackungen, die es ermöglichen bis zu 26.000 Liter Flüssigkeiten in ganz normalen Lkw oder Containern zu transportieren, die normalerweise eigentlich für Stückgüter eingesetzt werden. „Flexitanks lassen sich schnell in einen Standardcontainer ein- und ausbauen“, so Puderbach. „Sie sind deshalb für uns die flexibelste und kosteneffizienteste Lösung. Nach der Entladung und dem Ausbau können wir den Container wieder für den Stückguttransport einsetzen. Außerdem können wir Standardcontainer im Gegensatz zu Tankcontainern an jedem Leerdepot retournieren.“

Konstante Temperatur

Der Export bereits in Flaschen abgefüllter deutscher Weine ist dagegen eher ein Nischengeschäft. Weil ungünstige Lagerbedingungen einen negativen Ein­fluss auf die Entwicklung des Weins haben können, werden sie zum Teil in Kühlcontainern von Koblenz zum Rotterdamer Hafen transportiert. „Die richtig hochwertigen Flaschenweine transportieren wir in Reefern mit einer voreingestellten Temperatur von beispielsweise zehn Grad Celsiuis, um so die Qualität des Weins zu erhalten“, sagt Puderbach.

Quelle + Bildquelle: Contargo

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