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Trans-o-flex stellt neue Pharmalogistikstrategie vor

Trans-o-flex: Express

Die Trans-o-flex-Logistikgruppe hat am Mittwoch in Heidelberg die Eckpunkte ihrer neuen Pharmalogistikstrategie vorgestellt. „Kernelemente sind einerseits die komplette aktive Temperierung aller Transporte, andererseits unsere Digitalisierungsoffensive ‚GDP+’“, sagte Frank Iden, Vorsitzender der Trans-o-flex-Geschäftsführung vor mehr als 120 Versendern aus der Pharma- und Gesundheitsbranche. Bereits zum achten Mal hat Trans-o-flex Kunden seiner Kernbranche zum jährlich stattfindenden Tag der Pharmalogistik eingeladen. Dabei tauschen sich die Fachleute über Branchentrends aus, erfahren die aktuellsten Pläne und Entwicklungen von Deutschlands führendem Pharmalogistiker aus erster Hand und diskutieren darüber.

Die Ausbau- und Erweiterungspläne von Trans-o-flex sind mit Investitionen von mehr als 56 Millionen Euro in IT, Fahrzeuge, Umschlagzentren und Mitarbeiterschulung verbunden. Zur grundsätzlichen Umstellung auf ein vollständig aktiv temperaturgeführtes Transportnetz meinte Iden: „Heute ist der Trend unumkehrbar, dass sich Ambient zum neuen Pharma-Standard entwickelt. Deshalb ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, in der Auslieferung auf volltemperierte Fahrzeuge umzustellen und mittelfristig nur noch temperaturgeführt unterwegs zu sein.“

Digitalisierungsoffensive „GDP+“ ist bereits 2017 abgeschlossen

Die Digitalisierungsoffensive „GDP+“, deren Name sich von den EU-Vorgaben zur guten Vertriebspraxis von Arzneimitteln herleitet (GDP), wird in drei Stufen erfolgen. „Wir werden erstens alle noch verbliebenen manuellen Datenerfassungsschritte eliminieren. Wir werden dann über alle Transportsysteme und Produktvarianten hinweg einen einheitlichen, manipulationssicheren Daten- und Sendungsfluss installieren, über den wir in einem System zu 100 Prozent transparent und nahezu in Echtzeit informieren. Wir werden schließlich dieses einzigartige, ganze System zertifizieren, es damit jederzeit nachprüfbar machen und so die Grundlage für seine kontinuierliche Verbesserung schaffen.“ Als Ergebnis der Digitalisierungsoffensive werden Trans-o-flex-Kunden in der Lage sein, in einem System alle relevanten Informationen über ihre Sendungen zu erhalten, auch wenn die Sendungen zu unterschiedlichen Temperaturbereichen gehören und zur Transportoptimierung weiterhin in zwei getrennten Netzwerken gefahren werden.

Künftig alle Trans-o-flex-Netze ausschließlich mit aktiver Temperaturführung

Die Umstellung aller Logistikaktivitäten des Trans-o-flex-Netzes auf vollständige aktive Temperaturführung soll bis Ende 2017 abgeschlossen sein. „Wer mit Trans-o-flex fährt, der fährt künftig temperaturgeführt und bekommt das natürlich, wenn gewünscht, auch detailliert dokumentiert“, erläutert Iden. Auslöser ist, dass sich der Premium-Service Ambient bei Arzneimitteln immer mehr als Standardtransport etabliert. „Die Ambient-Menge ist bei uns allein in der ersten Hälfte dieses Jahres um rund 20 Prozent gestiegen. Weitere Kunden haben ihren Umstieg bereits angekündigt. Wir haben inzwischen in allen Ballungsgebieten so viele Ambient-Sendungen, dass es sich dort lohnt, Spezialfahrzeuge einzusetzen und Zustelltouren zu bilden, bei denen überwiegend Arzneimittel ausgeliefert werden.“ Für die Auslieferung von Ambient-Sendungen wird deshalb ab sofort kontinuierlich in weitere volltemperierte Transporter investiert. Allein bis zum Jahresende sind noch 70 Fahrzeugbeschaffungen geplant.

Die bisherige Spezialflotte für das im Oktober 2014 gestartete Ambient-Netz besteht aus rund 190 Thermotrailern, 85 vollklimatisierten Lkw, 40 volltemperierten Transportern sowie 1.550 Thermoboxen, die in herkömmliche Transporter eingebaut sind. Mit den neuen Fahrzeugen steigt die Kapazität für die Zustellung im Temperaturbereich zwischen 15 und 25 Grad Celsius gegenüber der Boxenlösung um ein Mehrfaches.

Gleichzeitig erweitert Trans-o-flex auch seine Kapazität im temperaturgeführten Umschlag von Sendungen. Dazu wird die Zahl der Ambient-Hubs schrittweise erhöht. In diesem Monat starten bereits die Umschlagzentren in Hamburg, Berlin, Dortmund, Stuttgart und München als neue Ambient-Hubs. „Damit erweitern wir die Kapazität für die Ambient-Ware und können die Sendungsmenge besser auf das gesamte Netz verteilen.“

„Mit dieser Strategie wird sich Trans-o-flex künftig noch stärker auf seine Kernbranche Pharma ausrichten und seine Systeme konsequent an den hohen Anforderungen und Bedürfnissen der Pharmaindustrie ausrichten“, sicherte Iden den Kunden in Heidelberg zu. „Wir wollen damit unsere Position als führender Logistikpartner der Pharmabranche weiter ausbauen.“

Allerdings profitieren, so Iden, nicht nur Kunden der Pharmabranche von den Umstellungen. „Wer hochwertige Ware transportieren lässt, wie Kosmetik oder High-End-Elektronik, wird ganz eindeutig von den hohen Standards profitieren, die wir bereits eingeführt haben und jetzt konsequent weiterentwickeln.“ Als Beispiele nennt Iden neben der Transparenz, Geschwindigkeit und Dichte der Sendungsinformationen die Anforderungen an Sicherheit und Sauberkeit, die Trans-o-flex aufgrund seiner GDP-Konformität erfüllt.

Quelle + Bildquelle: Trans-o-flex

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