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PTB-Gruppe investiert in den Aufbau des größten iranischen Trockenhafens

PTB-Gruppe Vertragsunterzeichnung Aprin-Terminal

Die Perse International Forwarding Company (PTB), eine Tochter der Schweizer Transinvest-Gruppe, hat die Ausschreibung für eine Konzession zur Entwicklung und Betrieb des Aprin-Terminals, rund 20 Kilometer südwestlich von Teheran, gewonnen. Am 18. September wurde der Vertrag feierlich am Hauptsitz der Iranischen Eisenbahn (RAI) in Teheran unterzeichnet.

Es handelt sich bei der Konzession um eine 25-jährige Lizenz für ein sogenanntes BOT-Betreibermodell (Build-Operate-Transfer). Vorgesehen sind drei Jahre Bauzeit und 22 Jahre operativer Betrieb. Aprin soll Irans größter Trockenhafen und ein modernes Bahnlogistik-Terminal mit Zollabfertigung und Zolllager werden. Insgesamt hat das Areal eine Größe von 450 Hektar. Die PTB-Gruppe hat den Zuschlag für die erste Phase erhalten. Dabei geht es um die Entwicklung und den Betrieb von 55 Hektar Gelände, dessen Kapazität bei jährlich 400.000 TEU liegen wird. Die geplanten Investitionen in die Infrastruktur des Geländes belaufen sich auf ungefähr 30 Millionen Dollar.

Insgesamt ist das Potenzial im Bahnbereich im Iran groß. Insbesondere die Region um die Hauptstadt zieht viele Verkehre an. Heute erreichen Aprin täglich zwischen 600 und 1200 Waggons für den Großraum Tehran und andere Inlandsbahnstationen. Zudem gibt es Pläne, das bestehende Schienennetz weiter auszubauen. Derzeit verfügt der Iran über rund 11.000 Kilometer Schienenstrecke, weitere 9.500 Kilometer befinden sich im Bau.

Die PTB-Gruppe transportiert seit langem Container auf der Schiene vom Hafen Bandar Abbas nach Teheran. Zukünftig sollen die Container direkt ab den Schiffen im Persischen Golf auf die Schiene gebracht und nach Aprin befördert werden, wo die Zollabwicklung erfolgt.

Der Aufbau eines solchen Bahnlogistik-Terminals hat auch vor dem Hintergrund der Entwicklung neuer Transportrouten eine wichtige Bedeutung. In diesem Jahr wurde eine Zugverbindung zwischen Yiwu in China und Teheran eingerichtet. Der erste Testzug erreichte innerhalb von 13 Tagen Teheran. Die Beförderung ist damit deutlich schneller als dies auf dem Seeweg möglich wäre, wo mit mehr als der doppelten Laufzeit gerechnet werden muss. Zukünftig werden diese Züge in Aprin abgefertigt.

Auch Indien arbeitet an einer neuen Handelsroute in den Mittleren Osten. Sie soll ab Indien über die iranischen Häfen im Persischen Golf weiter nach Aserbaidschan und Russland verlaufen. Mittelfristig soll die Verbindung bis nach Europa reichen.

Die PTB-Gruppe, gegründet 1961, beschäftigt heute rund 450 Mitarbeiter an 15 Standorten und gilt als einer der führenden Logistikdienstleister des Iran. Sie hat seit ihrer Gründung eigene Zolllager sowie Hafen-, Bahn- und Logistikterminals mit insgesamt über 1,3 Millionen Quadratmeter Fläche gebaut und betrieben, inklusive des Managements von Terminals, die nicht im Besitz der Gruppe sind. PTB realisiert moderne 3PL Services einschließlich Door-to-Door-Services, Zollabwicklung, Lagerung und Distribution und nimmt bei den Transitverkehren durch den Iran die führende Marktposition ein.

„Trotz einer Vielzahl weiterer, internationaler Speditionsfirmen im Iran ist PTB bis jetzt der Spitzenreiter bei der Entwicklung einer modernen iranischen Transportwirtschaft. Durch die Lockerung der Sanktionen entstehen weitere neue Chancen, die wir nutzen wollen. So haben wir bei der Hafenbehörde den Ausbau unseres bestehenden Terminalgeländes in Bandar Abbas beantragt. Wir wollen es um 110.000 Quadratmeter erweitern, um sowohl neue Abfertigungs- als auch Lagerkapazitäten zu errichten“, so Parviz Golabi, Managing Director und Mitglied des Verwaltungsrates der PTB-Gruppe.

„Unsere iranische Firmengruppe hält nicht nur mit der Modernisierung Schritt, sondern ist ein erfolgreicher Pionier zahlreicher neuer Strategien und Innovationen. Das Aprin-Projekt ist ein gutes Beispiel dafür. PTB ist heute ein Markenzeichen mit internationalem Renommee und hat aufgrund seines professionellen Service einen hervorragenden Ruf“, betont Yousef Sherkati, CEO der Transinvest-Gruppe.

Quelle + Bildquelle: PTB-Gruppe

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