Newsticker

Contargo stärkt die Schiene im eigenen trimodalen Netzwerk

Contargo: Terminal Mannheim

Das Container-Hinterland-Netzwerk Contargo setzt auf mehrgliedrige Transportketten, die es jedem Verkehrsträger erlauben, seine besonderen Stärken zur Geltung zu bringen. Im Dreiklang aus Binnenschiff, Eisenbahn und Lkw will Contargo dabei künftig der Eisenbahn mehr Stimme verleihen. Am Eröffnungstag des 33. Deutschen Logistik-Kongresses stellte das Unternehmen die Maßnahmen vor, mit denen der Schienenverkehr innerhalb der Contargo-Gruppe weiter gestärkt werden soll.

„Die Bahn ist ein schnelles, sicheres und umweltschonendes Verkehrsmittel“, sagte Heinrich Kerstgens, Co-Geschäftsführer der Contargo GmbH & Co. KG. „Mit ihm verbinden wir unsere Terminals im Hinterland mit den Seehäfen, bedienen Strecken abseits des Rheins, wo das Binnenschiff keine Alternative darstellt und nutzen es als flexible Backup-Lösung.“ Bisher wickelt Contargo rund 65 Prozent der kombinierten Verkehre mit dem Binnenschiff ab, das soll künftig anders werden: „Unser Ziel ist es, in fünf Jahren 50 Prozent der kombinierten Verkehre mit der Bahn zu bedienen“, so Heinrich Kerstgens.

Zusätzliche Linienverkehre
Darum stärkt Contargo diesen Bereich durch zusätzliche Verbindungen. Der Fahrplan wurde zu Beginn dieses Jahres um die Linien Frankfurt-Rotterdam und Neuss-Rotterdam erweitert. Seit September 2016 sind außerdem drei zusätzliche Ganzzüge auf der Strecke Basel-Rotterdam unterwegs. Insgesamt bietet Contargo den Kunden derzeit einen Fahrplan mit 80 eigenen Zügen pro Monat an, hinzu kommen 76 weitere Züge von Partnern, die Contargo Slots zur Verfügung stellen. Auch für 2017 hat sich Contargo vorgenommen das trimodale Containernetzwerk mit weiteren Zuglinien weiter auszubauen.

Gründung einer eigenen Gesellschaft für Bahnverkehre
Um das Angebot weiter ausbauen zu können, hat Contargo zum 1. Juli 2016 die Contargo Rail Services GmbH (CRS) gegründet. „Wir wollen die neue Gesellschaft als leistungsstarken KV-Operateur im intermodalen Sektor Straße/Schiene etablieren“, sagte Michael Lückenbach, Co-Geschäftsführer der Contargo Rail Services GmbH. „Wir werden die Bahndienstleistungen von Contargo konsolidieren und weiterentwickeln, um unseren Kunden als Komplettanbieter alle Dienstleistungen rund um die Bahn anbieten zu können.“

Das begrüßen die Kunden: „Wir freuen uns, dass Contargo jetzt schnelle Bahnverbindungen mit dem gleichen Serviceniveau wie für Binnenschiff und Lkw anbietet”,  sagte Patrick Kockx, Director ILS Benelux (CMA CGM Group). „Mit den umfangreichen Zusatzleistungen, wie Leercontainerdepot, Maintenance & Repair oder Verzollung sowie das große Netzwerk aus Transportlinien und Terminals, die wir bei Contargo alle aus einer Hand erhalten.“

Zusätzliche Kapazitäten an den Terminals
Damit die Terminals mit den steigenden Transportmengen mithalten können, werden einige von ihnen aktuell oder demnächst ausgebaut:

In Voerde-Emmelsum entsteht derzeit ein neues Contargo-Terminal, dazu wird eine vorhandene Anlage im Einmündungsbereich des Wesel-Datteln-Kanals ausgebaut. Das Terminal, welches im nächsten Frühjahr eröffnet wird, hat eine Fläche von 46.000 Quadratmeter, 300 Meter Kailänge sowie zwei Gleise von jeweils 315 Metern.

Am Terminal der Contargo Neuss GmbH, die 2013 ins Contargo-Netzwerk integriert wurde, wird ein drittes Gleis gebaut und eines der beiden bestehenden Gleise verlängert. Nach Fertigstellung im Winter 2016/17 stehen dann insgesamt 1.439 Meter nutzbare Gleislänge zur Verfügung und das Terminal kann dann bis zu 18 Züge pro Woche abfertigen.

Für das Containerterminal der Contargo Industriepark Frankfurt Höchst GmbH sind eine Verlängerung der Kranbahn sowie die Errichtung einer zweiten Containerbrücke geplant.

In Basel haben Contargo, Hupac und SBB Cargo die Gateway Basel Nord AG gegründet. Die Gesellschaft mit Sitz in Basel plant und realisiert ein Großterminal für Container für den Import-Export-Verkehr in enger Zusammenarbeit mit den Schweizerischen Rheinhäfen.

Das Contargo-Terminal im Güterverkehrszentrum Hof wird auf rund 45.000 Quadratmeter ausgebaut. Nach dem Ausbau werden zwei Portalkrane und zwei Reachstacker im 24/7-Betrieb Süd- und Mitteldeutschland mit den Seehäfen Hamburg, Bremen und Bremerhaven verbinden.

Das Ziel: Synchromodalität
Mit der Stärkung der Bahnverkehre will sich Contargo nicht selbst Konkurrenz machen, sondern Transporte von der Straße auf die Schiene verlagern und mehr Synchromodalität erreichen. Das bedeutet, dass die Transportabläufe im Sinne der Industrie 4.0 noch flexibler gestaltet werden können. Heinrich Kerstgens: „Zum Beispiel können wir bei freien Kapazitäten und passenden Terminen Container mit der Bahn statt mit dem Lkw transportieren oder bei Hochwasser Ladung von unseren Binnenschiffen auf Züge umlenken. Unser Ziel ist es, dank ausreichender Kapazitäten und intelligenter IT unsere Transportketten sogar noch während des Transportes anpassen zu können.“

Quelle: Contargo

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*