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Verbot lauter Güterwagen: VDV fordert europaweite Regelung

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Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) begrüßt den Gesetzentwurf zum Verbot des Betriebs lauter Güterwagen im Eisenbahnbereich, den das Bundesverkehrsministerium jetzt vorgelegt hat. Der Verband fordert im nächsten Schritt eine europaweite Verbotsregelung für laute Güterwagen: „Das würde in jedem Fall die erforderliche Klarheit für alle Marktteilnehmer bringen“, so VDV-Vizepräsident Joachim Berends.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung sieht vor, ab Dezember 2020 laute Güterwagen auf der Schiene grundsätzlich zu verbieten. Diese Verbotsregelung, die der VDV und die Branche schon seit Jahren als klares Signal für Verbesserungen des Schienenlärms im Güterverkehr fordern, begrüßt der Branchenverband ausdrücklich. Kritisch beurteilt man allerdings den Vorschlag, künftig auch noch laute Güterwagen innerhalb eines Güterzugs zuzulassen, wenn der Zug durch geringere Geschwindigkeit insgesamt gewisse Schallgrenzwerte nicht überschreitet: „Das ist betrieblich eher hinderlich als hilfreich für die Unternehmen. Denn langsame Züge blockieren die ohnehin überlasteten Güterverkehrstrassen noch zu zusätzlich und behindern damit das Gesamtsystem“, so Berends.

Außerdem sei es ohnehin künftig nur noch möglich, die für den Transport bestmögliche Route zu bestellen, wenn man bei der Beauftragung schon nachweise, dass im geplanten Güterzug keine lauten Wagen eingesetzt würden. „Das ist häufig gar nicht möglich, weil die Wagen nicht von der Güterbahn disponiert werden. Eine solche Regelung verkompliziert das Gesamtsystem unnötig und schafft im Zweifel, wenn es zum Beispiel um Geldbußen geht, rechtliche Unsicherheiten“, so Berends abschließend.

Quelle: VDV

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