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Künstliche Intelligenz für Spediteure

Rechnerisch fährt jeder dritte LKW leer durch Deutschland. Dieses Problem will ein Hamburger Start Up mit selbst lernenden Algorithmen lösen.

Täglich das gleiche Bild. Stoßstange an Stoßstange reihen sich die Brummis auf unseren Autobahnen, ein Ende scheint nicht in Sicht. Bereits eine halbe Million schwere LKW rollen jeden Tag durch unser Land. In den nächsten 15 Jahren soll der LKW-Verkehr um weitere 38 Prozent wachsen. Es droht der Kollaps auf unseren Straßen.

Eine Entlastung durch neue Autobahnen ist nicht in Sicht. Die Politik legt den Schwerpunkt auf die Sanierung bestehender Strecken und muss erst den Investitionsstau der letzten Jahre abarbeiten. Eine Lösung könnte darin liegen, den Verkehr und die Auslastung der LKW intelligenter zu steuern. Denn rechnerisch fährt jeder dritte LKW leer durch Deutschland, weil ihm die passende Ladung fehlt.

Dieses Problem will das Unternehmen Cargonexx mit künstlicher Intelligenz lösen. Das Hamburger Start Up hat ein künstliches neuronales Netz aus selbst lernenden Algorithmen entwickelt. In Millisekunden analysiert es hunderttausende Frachtdaten. Das Programm rechnet aus, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein LKW auf einer bestimmten Route unterwegs sein wird und noch freie Kapazitäten besitzt. Anschließend prognostiziert es einen fairen Preis für die Tour. Der Spediteur kann die Tour zu diesem Preis buchen und Cargonexx übernimmt die Verantwortung für die Durchführung.

Das Prinzip stellt einen Meilenstein für die traditionelle Branche dar. Spediteure können zukünftig LKW-Touren auf Knopfdruck buchen, so wie wir es aus dem Online-Handel kennen. Diese neue Flexibilität wird nicht nur die Kosten für die Speditionen senken, sondern auch die Auslastung der LKW erhöhen, sind sich die Gründer von Cargonexx sicher. Und daran hat jeder Autofahrer ein Interesse. Denn eine höhere Auslastung bedeutet weniger LKW, weniger Umweltbelastung und weniger Staus auf unseren Straßen.

Quelle: Cargonexx

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