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Hafen Antwerpen mit neuen Umschlagsrekorden

Der Hafen Antwerpen wird das Geschäftsjahr 2016 mit einem Rekordvolumen von mehr als 214 Millionen Tonnen Fracht abschließen. Dabei überschreitet das Containervolumen – gemessen in zwanzig-Fuß-Standardcontainern – erstmals in der Geschichte des Hafens die Marke von 10 Millionen TEU. Auch die Flüssiggüter erzielen mit einem geschätzten Volumen von knapp 70 Millionen Tonnen einen Zuwachs und sind damit erneut der zweite Pfeiler für das Frachtwachstum in Antwerpen.

Auch im konventionellen Breakbulk und bei den Schüttgütern sind positive Entwicklungen zu verzeichnen, obwohl die Gesamtzahlen für diese beiden Gütergruppen negativ sind. Dies liegt unter anderem an dem anhaltenden Trend zur Containerisierung, der sich auf den konventionellen Umschlag von Frucht und Papier negativ auswirkt. Das Umschlagsvolumen von Kohle und Erz geht inzwischen in allen nordwesteuropäischen Häfen drastisch zurück.

Container und Breakbulk
Das Containervolumen ist in den vergangenen zwölf Monaten um 4,1 Prozent gestiegen und der erwartete Jahresabschluss liegt bei 117.979.180 Tonnen. Ausgedrückt in zwanzig-Fuß-Containern sind das 10.056.603 TEU oder ein Anstieg um 4,2 Prozent. Mit diesen hervorragenden Wachstumszahlen hat Antwerpen seinen Marktanteil unter den Häfen der Hamburg-Le Havre-Range weiter ausgebaut. Außerdem konnte Antwerpen seine Position im Handel mit Fernost in den letzten Jahren zulasten seiner Wettbewerber Rotterdam und Hamburg deutlich verbessern.

Die Situation in der internationalen Containerschifffahrt hat sich in den vergangenen Jahren drastisch verändert, weil die Schifffahrtsunternehmen zusammenarbeiten und Allianzen bilden, um  Kosteneinsparungen und Skaleneffekte zu erzielen. 2017 dürfte die Containerschifffahrt von 2M, Ocean Alliance und THE Alliance dominiert werden. Dadurch wird es für die Häfen wichtiger denn je sein, ihren Platz in deren jeweiligen Sailing Schedules zu sichern. Das ist Antwerpen bisher sehr gut gelungen.

Im vergangenen 12-Monats-Zeitraum ist das Ro/Ro-Volumen um 1,9 Prozent auf 4.564.619 Tonnen zurückgegangen. Dieses negative Ergebnis ist auf die Exportentwicklung zurückzuführen, da die Ro/Ro-Exporte nach Afrika und den Nahen Osten um 15 Prozent beziehungsweise 18 Prozent gesunken sind. Die Exporte in alle Länder um den Persischen Golf waren rückläufig. Zugleich war auf der Importseite ein Anstieg des Ro/Ro-Volumens um 9,5 Prozent zu verzeichnen.

Das Volumen im konventionellen Breakbulk ging um 2,4 Prozent zurück und erreichte einen Jahresendwert von 9.764.796 Tonnen. Während Stahl ein starkes Plus von 12 Prozent erzielte, sanken die Volumina von Buntmetallen, Papier, Zellulose und Frucht. Das hat dazu geführt, dass konventionelles Breakbulk insgesamt rückläufig war.

Flüssiggut
Der Umschlag von Flüssiggut erhöhte sich im abgelaufenen Jahr um 4,5 Prozent auf 69.653.984 Tonnen. Die Tanklagerunternehmen verzeichneten dabei einen besonders starken Zuwachs. Das Frachtvolumen der Chemieindustrie war relativ stabil.

Schüttgut
Das Volumen beim Schüttgutumschlag ist weiter rückläufig: Die kumulierten Zahlen der vier Quartale liegen bei insgesamt 12.441.379 Tonnen, das entspricht einem Rückgang um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Erz, Düngemittel, Mineralien und Kohle waren alle rückläufig.

Seeschiffe
Die Zahl der Schiffe, die Antwerpen anlaufen, steigt 2016 um 0,7 Prozent: Bis zum 31. Dezember werden im zweitgrößten Seehafen Europas insgesamt 14.523 Schiffe erwartet. Verbunden damit ist eine spektakuläre Steigerung der Bruttotonnage um 9,5 Prozent auf 402.665.000 GT. Diese Zahl zeigt, dass die nach Antwerpen kommenden Schiffe immer größer werden. So haben in diesem Jahr 458 Containerschiffe mit 13.000 TEU oder mehr den Hafen angelaufen, während es im Jahr 2015 in dieser Kategorie nur 320 Schiffe waren.

Quelle: Hafen Antwerpen

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