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LBS setzt sich für höhere Flächenverfügbarkeit für Speditions- und Logistikunternehmen ein

LBS: Edina Brenner

Weit mehr als 5.000 Gewerbegebiete gibt es in Deutschland. Speditionen gehören bei der Vergabe der Flächen leider nicht zu den Wunschkandidaten. „Für die Unternehmen der Speditions- und Logistikbranche ist die Suche nach einem geeigneten Standort zumeist ein Hürdenlauf. Dabei steht unsere Branche für sichere, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze und wird in 2016 rund 258 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland erwirtschaften“, stellt Edina Brenner, Geschäftsführerin des LBS – Landesverbandes Bayerischer Spediteure, fest.

In der arbeitsteiligen Welt von heute steuern und organisieren Speditions- und Logistikunternehmen die Waren- und Informationsflüsse ihrer Kunden rund um den Globus. Die gleichfalls zum Leistungsportfolio gehörenden personalintensiven Lager- und Kommissioniertätigkeiten in den Verteilerzentren und Onlineshop-Services erbringt die Speditions- und Logistikbranche zumeist an ihren lokalen Standorten, weil die einheimischen Konsumenten wichtige Endkunden sind. Der Flächenbedarf eines Unternehmens beträgt dabei durchschnittlich 20.000 Quadratmeter. Die Standortfrage ist dabei besonders wichtig, denn als „Architekten“ von Güterströmen haben Speditionen großen Einfluss auf die Verteilung der Sendungen auf verschiedene Verkehrsträger und damit auf das gesamte Verkehrsaufkommen. Werden Unternehmen der Speditions- und Logistikbranche als gleichberechtigte Bewerber um neu ausgeschriebene Flächen gesehen, bringt das Synergieeffekte mit bereits angesiedelten Unternehmen aus Industrie und Handel.

Des Weiteren arbeitet die Branche an ihrer Akzeptanz. Im Zuge der Bewerbung um Flächen erstellen die Unternehmen der Speditions- und Logistikbranche u.a. Lärmschutzgutachten und simulieren die künftigen Verkehrsströme. Sofern die Speditionen den Zuschlag für die Fläche erhalten, entwerfen Architekten die neuen Logistikimmobilien und gestalten sie mit optisch ansprechenden Fassaden. Die gesetzlichen Verpflichtungen in Bezug auf Ausgleichsflächen werden eingehalten, Bäume und Sträucher gepflanzt. Dächer erhalten Photovoltaikanlagen und verbessern dadurch die Umweltbilanz. Eine durchgängige Kommunikation nimmt bei den Speditions- und Logistikunternehmen einen immer höheren Stellenwert ein, sie stehen im Dialog mit den Bürgern. Informationsveranstaltungen finden statt, nach der Inbetriebnahme wird zum Tag der offenen Tür eingeladen.

Trotz all der getroffenen Maßnahmen und der in Aussicht gestellten sicheren Arbeitsplätze zögern die Gemeinden bei der Vergabe von Flächen an Speditions- und Logistikunternehmen. „Hier sehen wir Handlungsbedarf bei der Politik. Es muss allen politischen Gremien daran gelegen sein, dass die Unternehmen unserer Branche logistisch gut positionierte Flächen, abhängig vom Kerngeschäft beispielsweise an der Autobahn, käuflich erwerben oder pachten können. Das trägt zu einer besseren Effizienz im Güterverkehr bei und macht sich positiv im Verkehrsaufkommen bemerkbar. Hinzu kommt die Position unserer Branche als einer der größten Arbeitgeber unseres Landes. Wir setzen uns daher für eine höhere Flächenverfügbarkeit für die Speditions- und Logistikunternehmen ein“, bezieht Brenner Stellung.

Quelle + Bildquelle: LBS

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