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Harder Logistics organisiert Standort-Bündelung für Flugzeugzulieferer Diehl

Harder Logistics: Umzug Diehl

In Hamburg hat der Flugzeugzulieferer Diehl Comfort Modules in einen neuen Standort für die Produktion von Flugzeuginnenausstattung investiert. Die vorher über Hamburg verteilten Standorte wurden in diesem Zuge auf wenige Örtlichkeiten konzentriert. Ein Jahr dauerte die damit verbundene Umzugslogistik von der ersten Planung bis zum Transport des letzten Kartons, die jüngst abgeschlossen wurde.

Einige Eckdaten der Verlagerung, die der Dienstleister Harder Logistics aus Neu-Ulm organisierte: Es wurden knapp 300 Arbeitsplätze verlagert, 8.500 Quadratmeter Fläche in den Ursprungszustand zurückversetzt und insgesamt 40 LKW-Ladungen transportiert, darunter eine Fräsmaschine mit einer Länge von über zehn Metern.

Der geschäftsführende Inhaber von Harder Logistics, Marcello Danieli, bilanziert: „Durch die gut geplanten Etappen des Umzugs wurde die Produktion so wenig wie möglich beeinträchtigt.“ Ausreichende Vorproduktion, das Zusammenspiel aller Akteure sowie ein guter Ablauf hätten dazu beigetragen, dass die Geschäftspartner von dem dahinterstehenden Kraftakt kaum etwa spürten.

Das Hauptziel der LKW-Transporte war eine neue Unternehmensadresse: Gewerbegebiet „Am Genter Ufer“. Dort hat Diehl in unmittelbarer Nähe zu seinem Kunden Airbus in Finkenwerder und mit direktem Anschluss an die A7 einen neuen Standort errichtet. Dieser umfasst rund 10.000 Quadratmeter Produktions- und Lagerfläche sowie fast 3.000 Quadratmeter für Büro- und Sozialräume.

Verlagerung in zwei Etappen

Nach den Vorplanungen, die in der ersten Jahreshälfte stattfanden, startete im Sommer der erste Teilumzug, bei dem es schwerpunktmäßig um die Integration des Hamburger Standorts im Vierenkamp ging. Die eigentliche Verlagerung umfasste 150 Arbeitsplätze. Darüber hinaus organisierte Harder Logistics die Wartung der Maschinen sowie deren fachmännischen Ab- und Aufbau. „Als die Halle ausgeräumt war, baute das Team die 5.000 Quadratmeter große Fläche in den Ursprungszustand zurück und übergab diese besenrein. Dazu gehörte auch die Entsorgung alter Maschinen, das Versetzen von Wänden sowie das Entfernen von Regalanlagen und Paternostern“, berichtet Danieli.

Im Umzugsgut: Zehn-Meter-Fräsmaschine

Nach dem gleichen Vorbild verlief die Auflösung des Standortes am Heykenaukamp mit etwa 3.500 Quadratmetern, bei der Ende des Jahres 120 Arbeitsplätze umgezogen wurden. Dort erwartete die Transportspezialisten eine besondere Herausforderung. Bestandteil des Umzugsguts war eine Fräsmaschine von ca. zehn Metern Länge und vier Metern Breite. „Um diese verladen zu können, wurde sie zunächst auf das Transportmaß von 3,50 Meter zurückgebaut“, so Danieli. Allein die vorbereitenden Maßnahmen nahmen drei Tage in Anspruch und umfassten unter anderem das Erstellen von Kabelbelegungsplänen und einer Fotodokumentation. Ein angemieteter Tieflader brachte die Projektladung an den neuen Standort am Genter Ufer. Dort wartete bereits ein 70-Tonnen-Kran darauf, die Anlage von dem Spezialfahrzeug zu heben.

Die letzten Meter bis in die Halle wurden auf Rollen und mit einem Stapler zurückgelegt, gut überwacht von einem Team aus Mitarbeitern von Harder Logistics und Diehl. Dazu Danieli: „Etwa drei Stunden dauerte es, bis die Fräsmaschine richtig ausgerichtet in der Leckage-Wanne stand.“ 

Insgesamt waren während des Projektzeitraums elf Mitarbeiter des Neu-Ulmer Logistikdienstleisters vor Ort im Einsatz, darunter auch Elektriker und Schlosser. Das eigene Equipment bestand aus drei LKW-Zügen von Mercedes-Benz, die mit sondergefertigten Aufbauten speziell für Verlagerungsprojekte genutzt werden. Harder Logistics ist seit 15 Jahren Rahmenvertragspartner für Umzüge des Flugzeuginnenausstatters Diehl in Laupheim sowie für dessen Werk im Ungarn.

Quelle: Harder Logistics, Bildquelle: Harder Logistics/C. Brinkmann

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